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Tower Wars - Time Guardian

Handyspiele-Test

 

Tower Wars - Time Guardian

Testdatum:
14. März 2008
Redakteur:
Andreas Altenheimer
Hersteller:
In-Fusio
 

Vor gut einem halben Jahr erschien ein Strategie-Spiel namens Sturmtrupp Mars. Eine der Besonderheiten des Spielkonzeptes war es, dass der Spieler keine beweglichen Truppen befehligen, sondern nur Gebäude bauen durfte. Tower Wars erinnert stark an diese Vereinfachung des Echtzeitstrategie-Genres und geht gar noch ein paar Schritte weiter.

Bewertung:

80%
Leserwertung:Leser: 95%
Gameplay:
8/10
Grafik:
6/10
Sound:
5/10
Umfang:
7/10
Multiplayer:
0/10
 
 

Tower Wars - Time Guardian Screenshots

  • Screenshot: Tower Wars - Time Guardian
    Screenshot: Tower Wars - Time Guardian
  • Screenshot: Tower Wars - Time Guardian
    Screenshot: Tower Wars - Time Guardian
  • Screenshot: Tower Wars - Time Guardian
    Screenshot: Tower Wars - Time Guardian
 
Vorteile:
  • gelungene Vereinfachung des Strategiespiel-Konzeptes
  • sehr gute Steuerung
  • grafisch abwechslungsreich
 
Nachteile:
  • kürzere und dafür mehr Missionen wären sinnvoller gewesen
  • Schwierigkeitsgrad eine Ecke zu hoch
  • kaum Musik oder Sound
 

Review

Screenshot: Tower Wars - Time Guardian
Screenshot: Tower Wars - Time Guardian

Das Chaos droht nicht nur die Zukunft zu zerstören, sondern auch die Vergangenheit. Sie müssen es nacheinander in sechs verschiedenen Epochen davon abhalten, den so genannten Zeitkristall zu zerstören. Als Verteidigungsmittel gegen die Armeen des Chaos stehen Ihnen bis zu neun verschiedene Türme zur Verfügung. Deren Bau kostet Geld, welches wiederum mit jeder besiegten Einheit in die Kasse fließt.

Das Spielgeschehen wird leicht angeschrägt aus der Vogelperspektive gezeigt. Der Computer schickt seine Einheiten in Schüben auf einen festgelegten, langen sowie kurvenreichen Weg, der direkt zum Kristall führt. Sie müssen dies verhindern, indem sie am Rand des Weges ihre Türme platzieren. Diese Wiederum werden automatisch auf den Gegner schießen, sofern sie sich in ihrer Reichweite befinden.

Screenshot: Tower Wars - Time Guardian
Screenshot: Tower Wars - Time Guardian

Zunächst dürfen Sie nur Wach- und Rapidtürme aufstellen, wobei letztere etwas stärker sind als erstere und entsprechend mehr Geld kosten. In der zweiten Mission der Kampagne kommen die Netztürme hinzu, welche vereinzelte Einheiten für kurze Zeit verlangsamen. Allerdings gilt dies nicht für alle Gegnertypen: Sogenannte Saboteure zeigen sich unbeeindruckt von den sprichwörtlich herumfliegenden Netzen.

Später erhalten sie zusätzlich die Möglichkeit, Kanonen und Scharfschützen-Türme zu bauen. Erstere sorgen dank ihrer Explosionskraft für einen leicht flächendeckenden Schaden, letztere hingegen sind für ihre außergewöhnlich hohe Reichweite berühmt. Um fliegenden Einheiten besser Paroli bieten zu können, sollten Sie ein paar Anti-Luft-Türme aufstellen. Maschinengewehre sind noch stärker als Rapidtürme, der Teslaturm eignet sich sowohl für Boden- als auch Lufttruppen gleichermaßen und zum Abschluss gibt es in der sechsten sowie letzten Mission die allmächtige Nonplusultra-Waffe.

Screenshot: Tower Wars - Time Guardian
Screenshot: Tower Wars - Time Guardian

Eine Option, den eigenen Verteidigungswall auf eine andere Art zu verstärken, ist das Upgraden schon vorhandener Türme. Auch hier hängen die Möglichkeiten, wie oft welcher Turm verbessert werden darf, von der gespielten Mission ab. Darüber hinaus sind dem Spieler die Hände gebunden: Sollte die Stärke der Türme nicht ausreichen, müssen Sie hilflos mit ansehen, wie immer mehr Chaos-Einheiten den Kristall erobern und im schlimmsten Fall zerstören. Gewinnen tut nur derjenige, der die meisten Angriffe abwehren kann.

Die Simplifizierung des Genres ist paradoxerweise der größte Vorteil und der größte Nachteil des Spieles. Auf der einen Seite spielt sich Tower Wars sehr leichtfüssig und wirklich unkompliziert. Man versteht die Spielmechanik sehr schnell und die Steuerung bereitet absolut keine Probleme. Aber auf der anderen Seite mangelt es etwas an Abwechslung, obwohl sich das Grafik-Setting von Mission zu Mission ändert.

Screenshot: Tower Wars - Time Guardian
Screenshot: Tower Wars - Time Guardian

Des Weiteren ist der Schwierigkeitsgrad nicht von schlechten Eltern. Wenn von Anfang an die richtigen Türme stehen und im weiteren Spielverlauf keine großen Fehler gemacht werden, dann kommt man gut durch die Mission. Aber sobald es einmal hakt und dem Spieler Einheiten durch die Lappen gehen, wird es schnell frustig. Denn mit jeder nicht abgeschossenen Einheit verliert man Geld, welches wiederum zum weiteren Ausbau der Verteidigung dringend notwendig ist.

Salopp ausgedrückt macht Tower Wars entsprechend Spaß, solange man gewinnt, und es frustriert gleichermaßen, sobald man die Kontrolle über die Spielsituation verliert. Dieser Effekt wird durch die lang andauernden Missionen, welche einen mitunter eine Viertelstunde lang beschäftigen, verstärkt.

Screenshot: Tower Wars - Time Guardian
Screenshot: Tower Wars - Time Guardian

Grafisch reißt das Programm keine Bäume aus, ist jedoch in den meisten Fällen gut erkennbar und somit zweckmäßig. Einzig gegen Ende sind die bedeutend futuristisch aussehenden Gebäude so hoch gezeichnet, dass aufgrund der leicht angeschrägten Perspektive kleine Übersichtsprobleme entstehen. Musikalisch gibt es eine nette Titelmelodie sowie ein kurzes Musikstück zur Einleitung einer Mission und ansonsten nur das dumpfe Brummen des Handy-Vibrators zu hören.

Abschließend sei noch erwähnt, dass es neben der Kampagne zwei alternative Spielmodi gibt. In beiden müssen Sie ebenfalls alle sechs Zeitepochen durchleben, können jedoch in Abhängigkeit Ihres Vermögens selber entscheiden, wann Sie von einer zur nächsten wechseln wollen. Allerdings gilt dies nur für Ihren Turmbau, hingegen der Computer bezüglich seiner Einheiten nach wie vor den Zeitpunkt für einen Epochenwechsel wählt. Unterscheiden tun sich die Modi nur in einem Punkt: Entweder der Computer trabt ähnlich wie in der Kampagne auf einem festgelegten Weg herum oder er stürmt auf freiem Feld in Richtung ihres Zeitkristalls. In letzterem Falle können Sie den Marschweg durch geschicktes Platzieren der Türme beeinflussen.

Fazit

Vereinfachungen komplexer Spielkonzepte sind selten eine gern gesehene Sache, doch die Entwickler haben hier ganz ordentliche Arbeit geleistet. Dank der sehr guten Steuerung konzentriert man sich schnell auf die eigentliche Aufgabe und wird trotz des Echtzeit-Faktors selten gehetzt. Allerdings könnte der Schwierigkeitsgrad etwas moderater sein, denn wer einmal nach zehn Minuten erfolgreicher Verteidigung einen kleinen Fehler baut und deshalb den ganzen Level neu starten darf, der wird schnell frustriert sein. Ergo hätten kürzere und dafür mehr Missionen dem Programm gut getan. Davon abgesehen ist Tower Wars ein gutes Beispiel dafür, wie man ein schlicht-spaßiges Strategiespiel-Konzept für Handysysteme umsetzen kann.

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