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Praxistest: Nokia E66

 

Praxistest: Nokia E66

Datum:
18. 12. 2008
Redakteur:
Andreas Seeger
 

Die lange erwartete Fortsetzung der Eseries ist kein Meilenstein, wurde aber auf den aktuellen Stand der Technik gebracht, um viele kleine Funktionen erweitert und in ein edles Gehäuse gesteckt. Wir haben das E66 ausführlich getestet.

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Lieferumfang / Verarbeitung

Praxistest: Nokia E66
Praxistest: Nokia E66

Ein exquisites Leder-Holster gehört zum Standard-Lieferumfang der neuen Eseries. Es ist innen mit rotem Samt ausgestattet und schützt das Handy wirksam vor Kratzern. Eine 2-Gigabyte-Speicherkarte steckt bereits im Handy.

Das E66 ist ein Edel-Slider, der locker mit den Metallboliden von Samsung und LG mithalten kann. Die stark beanspruchten Stellen bestehen aus widerstandsfähigem und auf Hochglanz poliertem Edelstahl. Während der Rahmen des Displayelements in dezentem Grau schimmert, wurde der Akkudeckel mit einer angenehm griffigen Perforationsmatrix beschichtet. Auch das mikroskopisch kleine Lautsprechergräting wurde präzise aus Metallfäden geflochten. Von den Plastikbombern vergangener Zeiten ist also weit und breit keine Spur mehr. Der Slidermechanismus vermittelt durch die stabile Mechanik langjährige Bestandfestigkeit. Am E66 sitzt alles einfach bombenfest.

Praxistest: Nokia E66
Praxistest: Nokia E66

Das Display erstreckt sich über 2,4 Zoll, bietet die Standardauflösung von 240x320 Bildpunkten und stellt bis zu 16,7 Millionen Farben dar. Das reicht nicht nur für gestochen scharfe Schriften und Übergänge, sondern auch zum Browsen oder zum Anschauen von Videos. Wie Ziegelsteine liegen die großen Plastikplättchen der Zifferntastatur leicht angeschrägt untereinander. Ein klein wenig wackeln die Tasten in ihrer Verankerung, das hat aber keinen Einfluß auf die gute Bedienung. Dank des genau austarierten Feedbacks tippt man federleicht und schnell auch längere Texte.

Ausstattung

Praxistest: Nokia E66
Praxistest: Nokia E66

Die 3.1-Megapixel-Optik des E66 wird von Autofokus, Makromodus und LED-Blitz flankiert. Für ein Handy der Eserie ist das eine beeindruckende Anzahl von Features. Eine hervorragende Bildqualität sollte man aber trotzdem nicht erwarten. Die Farben sind zu intensiv und wirken dadurch beinahe unecht. In der Vergrößerung fällt schnell auf, dass die Software auf dem ganzen Foto ordentlich nachgearbeitet hat. Grobe Schnitzer leistet sich die Fotoeinheit aber nicht, für Urlaubs- und Alltagsschnappschüsse reicht das E66 allemal. Es ist problemlos möglich, ein Foto schnell vom Handy auf einen Blog oder als Email-Anhang zu verschicken.

Praxistest: Nokia E66
Praxistest: Nokia E66

Das Kopieren von Musikdateien ist kein Problem. Das Handy gleicht die Medienbibliothek mit dem PC ab, neue Dateien werden kopiert, alte gelöscht, fertig. Wer keinen Windows Media Player hat, kann auch auf die Hausmarke, den Nokia Music Manager zurück greifen. Nach der Übertragung der Songs aktualisiert der E66-Player beim nächsten Start automatisch seine Bibliothek, in der alle Musikdateien übersichtlich nach zahlreichen Kategorien sortiert werden. Das Headset ist kein großer Luxus. Die Oldschool-Ohrenstecker sind unbequem, weil sie sich überhaupt nicht an die Ohrform anpassen. Bei längerem Musikhören können schon mal die Ohren schmerzen. Auch die Klangqualität ist mager, am ehesten sind die Plastikkekse noch für Klassik oder Jazz geeignet. Da das E66 nur über einen 2,5 Millimeter Klinkenanschluss verfügt, lassen sich leider keine handelsüblichen Kopfhörer anschließen. Alternativ kann man aber Qualitäts-Kopfhörer drahtlos über Bluetooth A2DP koppeln. Zur Not passt man die Frequenzen der Musik mit Equalizer-Presets an. Bass, Höhen oder Mitten sind je nach Musikstil anders hervor gehoben, wer will, darf sich auch selbst als Ton-Mischer versuchen. Der Klang wird dadurch aber nicht spürbar besser.

Der vom Open Source Projekt Webkit entwickelte KHTML-Browser bietet trotz des kleinen Displays hohe Übersicht und viele Funktionen, die man vom Desktop-PC kennt. Bei der Performance und Zusatzfeatures wie Bookmarkverwaltung, erweiterten Druck-Optionen oder der Suchfunktion hat er deutlich mehr drauf als andere mobile Browser wie etwa Opera Mini. Als Modell der Eseries sind Emails ein Steckenpferd des E66. Nach der komfortablen Einrichtung eines Kontos werden zehn Nachrichten übersichtlich im Posteingang angezeigt. Am besten zieht man sich zur Schonung des Datentarifs nur die Kopfzeilen aus dem Netz oder verwendet einen Maximalwert von 50 Kilobyte pro Nachricht. Attachments werden ohnehin nur auf ausdrücklichen Wunsch herunter geladen. Ob Audio- oder HTML-Dateien, Bilder oder Office-Dokumente, die Anhängsel werden übersichtlich aufgelistet und mit der entsprechenden Anwendung geöffnet.

Praxistest: Nokia E66
Praxistest: Nokia E66

Der Kalender wurde gründlich überarbeitet. Auf das 2,4-Zoll-Display passen die wichtigsten Informationen jetzt ohne Platznot. Nicht nur die Optik beim Navigieren, etwa zwischen den Tagen oder Monaten in der Monatsansicht ist flüssig animiert, auch die Termine des angewählten Tages werden nun praktisch unterteilt. Viele Nutzer dürften nun die Monatsansicht als Standardansicht wählen. Mit ihrer zweigeteilten Ansicht (oben der Monat, unten der jeweilige Tag im Detail) sorgt sie für die perfekte Übersicht. Die Kontaktverwaltung wurde ebenfalls erneuert. Einen Kontakt aufzufinden ist dank der Schnellsuche eine Sache weniger Sekunden. Wie jemand kontaktiert wird, wählt man mit einem Rechtsklick aus. Je nachdem, zu welchen Verbindungsarten Nummern oder Adressen vorhanden sind, werden die zahlreichen Kontaktmöglichkeiten aufgelistet von VoIP bis Email aufgelistet. Das Smartphone unterstützt nicht nur WLAN, sondern auch HSDPA, GPS und im Nahbereich Bluetooth mit den Profilen SAP und A2DP.

Als Softwarelösung begleitet den Navi-Benutzer Nokias Maps 2.0. Alle Karten stehen kostenlos zur Verfügung und können mit Hilfe des Map Loaders nach Ländern geordnet vom PC auf das Handy kopiert werden. Zahlen muss man nur für sprachgeführte Routenführung, dabei fallen je nach Zeitraum 5 Euro (1 Tag) bis 130 Euro (2 Jahre) an. Auch Verkehrsmeldungen werden gegen Aufpreis bei der Navigation berücksichtigt. Dank des kräftigen E66-Lautsprechers sind die Routenanweisungen selbst bei Straßenlärm noch klar verständlich.

Telefonfunktionen / Ausdauer

Praxistest: Nokia E66
Praxistest: Nokia E66

Das S60-Betriebssystem des E66 wurde mit vielen kleinen Details für den sparsamen Energiebetrieb optimiert. So wird etwa die kontrastreiche große Uhrzeit nur auf dem Display angezeigt, wenn eine Taste länger gedrückt wird. Das ändert aber nichts an der schlechten Akkulaufzeit. Mit schlappen 1000 Milliamphere kommt man bei intensiver Nutzung nicht länger als einen Tag mit dem E66 zurecht. Wer nur mal seine Emails abruft, ein paar Stunden Musik hört und ab und zu seine Podcasts aktualisiert, dürfte mit zwei Tagen Laufzeit rechnen. Für ein Smartphone aus der businesszentrierten Eserie ist das zu wenig. Dafür ist die Sprachqualität hervorragend. Die Stimme des Gesprächspartners ist glasklar, natürlich und frei von Hintergrundrauschen. Auch die Verbindungsstärke ist sehr gut und lässt sich kaum irritieren, Sprachaussetzer sind dem E66 völlig fremd.

Praxistest: Nokia E66
Praxistest: Nokia E66

Der schnelle Blick auf dem Startbildschirm erfasst nicht immer alle Informationen, die hier angezeigt werden können. Nach dem Geschäftsessen wäre der Blick auf die kommenden Termine hilfreich, unterwegs vielleicht eher der WLAN-Manager. Damit man immer den Überblick behält, bietet Nokia auf dem E66 eine geniale Lösung: Je nach Situation kann der Nutzer auf einfachste Weise zwischen zwei Handydesktops hin- und herschalten. Dafür gibt’s im E66 eigens eine Schnellstart-Schaltfläche, mit der zwischen den beiden unterschiedlichen Oberflächen gewechselt werden kann. Die Schnellstartleiste kann man bei der Gelegenheit auch gleich mit seinen Lieblingsprogrammen füttern. Welche Applikationen bei welchem Home Screen-Modus erscheinen, wird in den Personalisierungs-Optionen eingestellt. Die Optionen und Applikationen für den Startbildschirm sind bereits ab Werk zahlreich, Drittanbieter-Software bietet noch zusätzlich aktuelle Wetterdaten oder Börsenkurse. Email-Benachrichtigungen für mehrere Posteingänge lassen sich gleichzeitig anzeigen. Und mit Hilfe von Nokias geräteweiter Suchfunktion geht auch keine einzige SMS mehr verloren, alle Arten von Datensätzen und Dateien werden damit durchsucht.

Fazit

Das E66 ist kein Business-Handy, sondern ein kompaktes Allround-Smartphone. Nokia hat an alles gedacht: von WLAN über GPS bis zu HSDPA ist man immer perfekt angebunden. Die 3,2-Megapixeloptik taugt für Schnappschüsse, der Musikplayer für Unterhaltung auf dem Weg zur Arbeit. Das bewährte S60-System mit dem überarbeiteten Kalender und einem schnellen Browser stellt alle Funktionen übersichtlich bereit, eine knackige Tastatur garantiert hohe Tippgeschwindigkeit beim SMSen. Auch das Design stimmt, mehr noch: Mit seinem eleganten Metallgehäuse ist das E66 ein echter Blickfang. Einzig der Akku leistet deutlich zu wenig. Trotzdem bleibt unterm Strich eines der flexibelsten, zuverlässigsten und leistungsfähigsten Smartphones im Hemdtaschenformat, die der Markt derzeit hergibt.

Den ausführlichen Praxis-Test gibt es bei Areamobile

 

Kommentare

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Daniela - 28. 12. 2008 - 13:49 Uhr
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Warum kann ich auf mein E66 Dr. Kawashima nicht downloaden?

 

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