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Revival Deluxe

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Revival Deluxe

Testdatum:
23. September 2008
Redakteur:
Simon Weiß
Hersteller:
Herocraft
 

Wer kennt es nicht: Fans komplexer Rundenstrategie verehren den PC-Klassiker Civilization als Meilenstein des Genres, der bis heute als Messlatte für vergleichbare Titel herhalten muss. Entwickler Herocraft hat sich mit Revival bereits 2006 an einer Art inoffizieller Handyportierung versucht: Mit Erfolg! Nun haben die Entwickler den Erfolgstitel noch einmal abgestaubt und auf Hochglanz poliert. Aber reicht das, um die Portemonnaies der Kunden erneut zu lockern?

Bewertung:

86%
Leserwertung:Leser: 100%
Gameplay:
8/10
Grafik:
5/10
Sound:
6/10
Umfang:
9/10
Multiplayer:
0/10
 
 

Revival Deluxe Screenshots

  • Screenshot: Revival Deluxe
    Screenshot: Revival Deluxe
  • Screenshot: Revival Deluxe
    Screenshot: Revival Deluxe
  • Screenshot: Revival Deluxe
    Screenshot: Revival Deluxe
 
Vorteile:
  • Spielkonzept gelungen portiert
  • Humorvolle Story
  • Durchdachte Steuerung
 
Nachteile:
  • Triste Präsentation
  • Fehlende Abwechslung in den Missionen
  • Keine Diplomatie
 

Review

Screenshot: Revival Deluxe
Screenshot: Revival Deluxe

Schon im Intro wird klar: Die Entwickler haben ihr eigenes Produkt nicht allzu ernst genommen und würzen die langen Einführungstexte mit viel Humor, um den Spieler bei Laune zu halten. Anspielungen auf das Finanzamt sind hier nur die Spitze des Eisbergs. Die Geschichte hingegen ist recht kompliziert: Irgendwann in der fernen Zukunft macht sich der Mensch auf ins All, um fremde Planeten zu erobern. Es kommt wie es kommen muss, und schnell haben sich die einzelnen Völker in einen interstellaren Krieg verstrickt. Durch die ewigen Konflikte verlieren die meisten Völker sämtliche technischen Errungenschaften und werden zurück in die Steinzeit kapituliert. Sieben hochtechnisierte Clans bilden sich aus den übrigen Völkern und machen sich auf den Weg in die Galaxis, um die unterentwickelten Planeten in ihre „Familie“ einzugliedern. Welchem Clan der Planet beitritt, das entscheiden die Einwohner selbst: Der mächtigste Stamm hat das Sagen und kann so allein über das Schicksal des gesamten Planeten bestimmen. Eure Aufgabe: Als Entsandter eines der Clans müsst ihr einen Stamm auswählen und ihm an die Macht verhelfen. Das geschieht durch technischen Fortschritt auf der einen und durch geschickte Kriegsführung auf der anderen Seite.

Screenshot: Revival Deluxe
Screenshot: Revival Deluxe

Eins vorweg: An der Spielmechanik wurde nicht gedreht, die Änderungen sind eher kosmetischer Natur. So gibt es zwar neu designte Levels und überarbeitete Einheitengrafiken und Umgebungen zu bestaunen, das Gameplay selbst ist aber absolut identisch. Ein ausführliches Tutorial erklärt die ersten Schritte: Nachdem wir uns in einer Eingeborenensiedlung niedergelassen haben, müssen wir zunächst für ein laufendes Einkommen sorgen. Hierzu errichten wir in der Nähe der Stadt eine Plantage, um für Nachwuchs in der Bevölkerung zu sorgen. Ein Markt beschafft uns ein Einkommen an Gold, zusätzlich bilden wir einen Minenarbeiter aus, der sich um die Mineralienbeschaffung kümmert. Außerdem müsst ihr euch noch um Nahrung und so genannte Wissenspunkte sorgen. Das Gameplay ist wie bei Civilization rundenbasiert. Auch die Stadtansicht erinnert an den Klassiker: Es gilt, um die Stadt herum die richtigen Gebäude auf den richtigen Feldern zu bauen, um die Ausbeute zu maximieren. Ein Markt bringt beispielsweise mehr Gold ein, wenn er auf einem Goldvorkommen errichtet wird. Schnell fühlt man sich von der Fülle von Informationen zunächst überrollt. Das Tutorial führt euch zwar behutsam an das komplexe Spielprinzip heran, lässt aber leider auch zahlreiche Fragen offen: Viele der Funktionen erschließen sich euch erst nach einiger Spielzeit, da sie einfach nicht erklärt werden. Auch die viel zu kleinen und nichtssagenden Symbole für Einheiten und Rohstoffe sorgen hier nicht für Besserung. Ein Glossar mit genauen Beschreibungen der einzelnen Spielelemente sucht man in der kurzen Hilfe ebenfalls vergebens, bei einem Spiel dieser Komplexität eigentlich schon Pflicht. Dennoch hat man nach einiger Zeit das Spiel durchschaut und kann sich auf das Entwickeln seiner Kriegsstrategie konzentrieren. Denn schnell ist klar, dass all die Forschung und Entwicklung nur einem Ziel dienen: eurem Gegner gehörig die Leviten zu lesen.

Screenshot: Revival Deluxe
Screenshot: Revival Deluxe

Dazu bildet ihr verschiedene Einheiten in euren Städten aus, die sich im Laufe der Zeit verbessern: Könnt ihr eure Städte zunächst nur von einfachen Barbaren bewachen lassen, stehen euch später auch Panzerfaustschützen und andere moderne Einheiten zur Verfügung. Dazu dürft ihr allerdings nicht die Forschung vernachlässigen: Sie bildet das Rückgrat eurer Zivilisation und beschert euch modernere Gebäude und Einheiten. So lässt sich die Plantage irgendwann zur Biomanufaktur ausbauen, aus einer einfachen Schule wird eine Universität. Ärgerlich: Auch wenn ihr bereits die neueste Technologie erforscht habt, müsst ihr bei euren Gebäuden doch immer bei Null beginnen. Statt sofort eine Universität zu errichten, müsst ihr also erst eine Schule bauen und diese dann zu einer Hochschule und schließlich zur gewünschten Uni ausbauen. Ebenfalls etwas schade: Auf Diplomatie haben die Entwickler bei Herocraft komplett verzichtet, was dem Spielprinzip etwas die Tiefe nimmt. So wiederholen sich alle Missionen bald immer nach Schema F: Stadt erobern, ausbauen, forschen, Einheiten ausbilden, Gegner überrennen. Zwar werden die Missionen immer hinter einer humorvollen Maske versteckt – in der ersten Mission der Kampagne müsst ihr die Titan-Uhr eures Generals finden, die dieser auf dem Planeten verloren hat – im Endeffekt läuft fast jeder Auftrag aber auf eine militärische Eroberung hinaus. Immerhin gibt es drei Schwierigkeitsgrade („Leicht“, „Nicht ganz leicht“, „Nicht leicht“), der höchste dürfte auch bei gestandenen Strategen für Schweißperlen sorgen.

Screenshot: Revival Deluxe
Screenshot: Revival Deluxe

Leider haben sich die Entwickler auch technisch ganz am angestaubten Civilization orientiert: Die Grafik ist zwar sehr übersichtlich, allerdings sind die Landschaften und Einheiten trotz leichter Verbesserungen gegenüber dem Ur-Revival sehr trist, Animationen oder schicke Spezialeffekte sucht man auch in der Neuauflage vergebens. Ein Prehistoric Tribes zeigt hier, wie man auch ein Strategiespiel optisch anspruchsvoll gestalten kann. Der Sound ist in Ordnung, auch wenn die etwas eintönige Musik auf Dauer eher stört. Allerdings ist sie als Hintergrundmusik absolut akzeptabel, das störende Dudeln aus dem Vorgänger wurde durch einen komplett neuen Soundtrack ersetzt.

Fazit

Revival Deluxe braucht sich nicht zu verstecken: Hinter der humorvollen Fassade steckt ein knallharter Civilization-Klon, der euch mit einer enormen Komplexität und Spieltiefe überrascht - wenn ihr bereit seid, etwas Einarbeitungszeit zu investieren. Auch wenn man sich technisch etwas zu sehr am Vorbild orientiert hat und die fehlende Diplomatie einem Dolchstoß ins Herz des Spielkonzepts gleichkommen dürfte, bietet Revival Deluxe viele Stunden beste Unterhaltung. Aufgrund der fehlenden Diplomatie und wenig Abwechslung in den Missionen wird der Titel aber wohl nie das Suchtpotential des Klassikers erreichen. Die Neuauflage richtet sich aber wohl eher an Neukunden: Wer Revival schon hat, muss für die Deluxe-Variante nicht noch einmal Geld ausgeben. Trotzdem: Fans des Vorgängers, die unbedingt neues Level-Futter brauchen sollten ebenso zuschlagen wie alle, die Revival damals verpasst haben!

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