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Disney Dogs

Handyspiele-Test

 

Disney Dogs

Testdatum:
11. Oktober 2007
Redakteur:
Andreas Altenheimer
Hersteller:
Living Mobile
 

Hunde sind beliebt. Hunde-Simulationen sind ein Trend. Der Erfolg des Nintendo-Krachers Nintendogs gehört zu den beeindruckendsten der letzten drei Jahre und ganz ehrlich: Wer kann schon den niedlich animierten und erstaunlich lebensecht wirkenden Wau-Waus wiederstehen? Disney dachte sich das wohl ebenso, nahm den vielversprechenden Ansatz, baute auf bewährte Zeichentrickoptik und strickte ein kleines Handy-Hunde-Abenteuer rund um Pluto & Co.

Bewertung:

60%
Leserwertung:Leser: 100%
Gameplay:
4/10
Grafik:
8/10
Sound:
5/10
Umfang:
6/10
Multiplayer:
0/10
 
 

Disney Dogs Screenshots

  • Screenshot: Disney Dogs
    Screenshot: Disney Dogs
  • Screenshot: Disney Dogs
    Screenshot: Disney Dogs
  • Screenshot: Disney Dogs
    Screenshot: Disney Dogs
 
Vorteile:
  • sehr hübsche und bunte Grafik
  • einwandfreie Steuerung
  • theoretisch lange Spielzeit...
 
Nachteile:
  • ...welche praktisch durch das ständige Wiederholen der immergleichen Mini-Spiel zustande kommt
  • kein Hunde-Simulator, sondern nur eine Ansammlung von schlichten Mini-Spielen
  • viel zu einfach
  • nervige Musik
  • keine Sound-Effekte
 

Review

Genau genommen stehen ihnen vier verschiedene Hunde zur Auswahl, von denen zwei zunächst freigespielt werden müssen. Dies geschieht mehr oder weniger automatisch beim Durchspielen der Story von Pluto oder Fifi. Deren Verlauf ähnelt sich stark und variiert nur in der Reihenfolge der zu spielenden Mini-Spiele.

Screenshot: Disney Dogs
Screenshot: Disney Dogs

Mini-Spiele? Richtig gehört: Disney Dogs ist leider weit von einer Hunde-Simulation, so wie sie Nintendo DS-Freunde kennen, entfernt. Das Konzept teilt sich streng genommen in zwei Teile, welche sich wiederum sehr ähneln: Zum einen gilt es wie bereits erwähnt, eine Art Story durchzuspielen. Das Ziel selbiger ist es, der beliebteste Hund der Stadt zu werden. Bis zu einem gewissen Punkt wird der Spieler regelrecht an der Leine geführt und muss die fest vom Programm vorgegebenen Aufgaben bewältigen, in dem er auf einer sehr überschaubaren Spielfläche von einem Ort zum nächsten trabt. Erst danach darf er sich Aussuchen, mit welchen Spielchen er das finale Ziel erreichen möchte.

Dazu gehören beispielsweise ein Hinderniswettrennen gegen andere Hunde, das Ausgraben von Gegenständen im Park oder das Klauen eines Knochen, während dessen Besitzer friedlich in seiner Hundehütte schlummert. Spielerisch läuft all dies auf schnödes Knöpfchendrücken aus: Beim Hinderniswettrennen drückt man hoch zum Springen und runter zum Ducken. Beim Ausgraben sieht man das erschnüffelte Objekt am Bildschirmrand und muss schlicht die dazugehörige Taste drücken. Beim Knochenklau schleicht man langsam gen schlafender Hund, stoppt per simplem Tastendruck, sobald dieser aufwacht und schleicht mit der selben Taste weiter, wenn er wieder einschläft.

Den Knochenklau gibt es auch andersherum: Der Spieler "steuert" den schlafenden Hund und muss rechtzeitig auf ein Knöpfchen drücken, sobald sich der heranschleichende "Feind" bewegt. Jetzt fehlt nur noch das Ausweichen von Schlamm, welche euch die gemeine Katze Figaro beim Graben im Boden entgegenschleudert, und das Tauziehen, wo es einfach auf das schnelle Drücken einer Taste ankommt und der größte Anspruch darin besteht, beim Ausgehen der Kraftenergie mal für ein bis zwei Sekunden zu pausieren.

Screenshot: Disney Dogs
Screenshot: Disney Dogs

Der andere Teil des Konzeptes erscheint auf den ersten Blick vielversprechender: Der Hund hat vier Energiebalken, welche allesamt bis zu einem gewissen Grad gefüllt sein müssen, damit wiederum die besagten Mini-Spiele in Angriff genommen werden dürfen. Diese Balken beziehen sich auf Gesundheit, Hunger, Sauberkeit und Lebensfreude. Für erstere benötigt der Wau-Wau genügend Schlaf, wozu der Spieler den Hund einfach nur vor seine Hundehütte oder in sein Schlafkörbchen steuert und ein paar Sekunden wartet. Braucht der Vierbeiner hingegen etwas zu Essen, dann muss er dieses erneut in Form eines Mini-Spieles fangen, indem er seinen Fressnapf unterhalb einer überdimensional dargestellten und ständig in Bewegung bleibenden Futterdose schiebt.

Für die Sauberkeit hilft nur ein Bad und kräftiges Schrubben, im Spiel simuliert durch flottes hin- und herdrücken zweier Tasten. Zu guter letzt bleibt die Lebensfreude, welche automatisch durch das erfolgreiche Absolvieren von Mini-Spielen steigt. Sollte dies schief gehen und die Freude auf dem Gefrierpunkt angelangt sein, reicht ein schlichtes Streicheln-Minispiel: Einfach zwanzig Sekunden lang mehrmals auf eine Taste drücken und schon ist der Hund überglücklich.

Auch im Gesamten betrachtet reduziert sich der spielerische Anspruch auf ein Minimum. Der Spieler ist nie gefordert, die Balance zwischen den essentiellen Bedürfnissen des Hundes (also Gesundheit, Hunger, Sauberkeit und Lebensfreude) und dem eigentlichen Ziel, beliebtester Hund der Stadt zu werden, zu halten. Es reicht völlig aus, sich letzterem so lange zu widmen, bis eine oder mehrere Energien ersterer ausgehen. Dann trabt man brav nach Hause zurück, peppelt den Hund mit den besagten Mini-Spielen wieder auf und kann sich ohne Sorgen weiter dem Spielziel widmen. Na, wenn das im echten Leben auch so einfach wäre...

Den Sarkasmus beiseite geschoben ist dem Programm immerhin zu Gute zu halten, dass es wirklich hübsch ausschaut. Die jeweiligen Hunde sowie deren Besitzer, dargestellt in Form von Micky Maus, Minnie Maus, Kater Karlo oder Klarabella, sehen zwar auf dem Spielfeld etwas deformiert aus, dafür erschlägt ’Disney Dogs’ das Handydisplay voller Farben. Ab und an gibt es auch mal groß gezeichnete Bildchen der Hunde zu sehen, welche ganz klar das optische Highlight darstellen.

Tontechnisch sieht es schon etwas müder aus: Zwar ertönt auf Wunsch die gesamte Zeit über Musik, doch die nervt innerhalb von dreieinhalb Sekunden. Auf der anderen Seite gibt es keine Sound-Effekte, weshalb selbst in ruhigerer Umgebung der völlige Verzicht auf Ton oder Geräusche zu empfehlen ist.

Screenshot: Disney Dogs
Screenshot: Disney Dogs

Abschließend noch ein Wort zum Umfang, der offiziell mit satten acht Stunden angegeben wird: Zum einen benötigt man für das Durchspielen einer Hunde-Story, welche mit dem Erfolg als beliebtester Hund der Stadt abgeschlossen ist und dies bei allen vier Hunden auf einen extrem ähnlichen Spielverlauf hinausläuft, kaum eine Stunde, weshalb sich die Gesamtspieldauer auf maximal vier Stunden zusammenaddiert. Zum anderen ist es ein leichtes, den Spielumfang mit simplen Mini-Spielchen auf ein solches Maß zu strecken, wenn man sie dem Spieler immer und immer wieder vorkaut.

Ergo ist es zwar richtig, dass Disney Dogs eine ordentliche Brutto-Spielzeit besitzt. Aber wenn man die Wiederholungen zusammen streicht und selbst die wenig prickelnden Story-Zwischensequenzen, in denen es außer mickrigen Animationen und belanglosen Texten nichts zu sehen gibt, mitzählt, dann schrumpft der ach so hoch gelobte Umfang auf ein mageres, halbes Netto-Stündchen.

Fazit

Auf PC oder Konsole gibt es das Schimpfwort des Grafikblenders und genau dieses trifft leider auch auf Disney Dogs zu. Ja, das Programm sieht wirklich hübsch und vor allem farbenfroh aus. Ebenfalls richtig, die Steuerung funktioniert einwandfrei. Aber den Umfang mit dem Wiederholen von neun Mini-Spielchen, welche sich trotz variierendem Design (z.B. leicht unterschiedlicher Streckenaufbau beim Hinderniswettrennen) extrem ähneln, zu strecken, ist kein gutes Zeichen für erfolgreichen Spielspaß.

Ohne Empfehlung geht Disney Dogs aber nicht von Dannen, denn tolle Grafik ist zwar nicht automatisch gleich toller Spielspaß, jedoch sorgt sie in diesem Falle immerhin für ein überdurchschnittliches Motivations-Resümee. Für kleine Kinder ist die Präsentation sicherlich niedlich genug und der minimale Anspruch wenig störend. Aber alle anderen sollten sich lieber nach etwas besserem Umschauen, denn das Programm ist definitiv keine Hunde-Simulation im Stil von Nintendogs. Es ist auch keine Vereinfachung des Spielprinzips, um es für Handy-Formate zugänglicher zu machen. Nein, es ist schlichtweg eine schnöde Aneinanderreihung von Mini-Spielen und von der Substanz her gesehen eine nicht mal sonderlich gute.

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