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Black Ops

Handyspiele-Test

 

Black Ops

Testdatum:
27. Oktober 2005
Redakteur:
-
Hersteller:
Anino Mobile
 

Anino Entertainment ist ein viel versprechendes Team von den Phillipinen, das uns in der Vergangenheit schon recht gute Spiele für Handys, PDAs und sogar für den PC beschert hat. Gelingt den Entwicklern mit „Black Ops“ nun der Durchbruch?

Bewertung:

82%
Leserwertung:Leser: 100%
Gameplay:
8/10
Grafik:
7/10
Sound:
7/10
Umfang:
8/10
Multiplayer:
0/10
 
 

Black Ops Screenshots

  • Screenshot: Black Ops
    Screenshot: Black Ops
  • Screenshot: Black Ops
    Screenshot: Black Ops
  • Screenshot: Black Ops
    Screenshot: Black Ops
 
Vorteile:
  • Taktischer Tiefgang
 
Nachteile:
  • Keine Speichermöglichkeit
 

Review

Wir schreiben das Jahr 2088 nach Christi Geburt. Ein skrupelloser Konzern namens MegaTech Powers hat die Welt zu großen Teilen unter seiner Kontrolle. Sie schlüpfen in die Rolle von vier Spezialagenten der Liberix, einer Widerstandsorganisation die im Untergrund operiert, und werden losgeschickt um den perfiden Söldnern der tyrannischen Firma in der belagerten Stadt „Strife“ zu zeigen, wo der Hammer hängt. Sie sind die letzte Hoffnung für den Widerstand. Ihr Trupp ist der letzte große Aufmarsch gegen das Böse.

In solch einer „ausgeklügelten“ und „außergewöhnlichen“ Science-Fiction-Geschichte aus dem Cyberpunk-Genre sind Kämpfer natürlich längst keine normalen Menschen mehr. So kommt es, dass Sie vor jedem der sechs umfangreichen und fordernden Einsätze neue Implantate für ihre Cyborgs kaufen können. Diese verbessern die Fähigkeiten ihrer vier Kämpfer, die sie außerdem mit einer Vielzahl an Waffen ausstatten können. Bei der Auswahl ist Bedacht und Sparsamkeit angesagt, denn das nötige Geld ist Mangelware. Sie müssen sich entscheiden: Wollen Sie lieber einen oder zwei sehr gut ausgestatte Agenten an Bord haben? Oder bevorzugen Sie es doch ein ausgeglichenes Team in die Schlacht zu führen?

Nachdem man sich also ausgerüstet hat, beginnt das eigentliche Spiel. In einer Topdown - Ansicht steuert man seine Recken Runden basierend durch wenig spektakuläre 2D-Karten. Die Perspektive ist dabei am besten mit den alten Nintendo - Rollenspielen (Zelda, Secret of Mana,...) zu vergleichen, wenngleich der Stil aber natürlich wesentlich düsterer ist und keineswegs diese niedliche Kindlichkeit mit sich bringt. Man sieht also jeweils die zur Kamera geneigte und die obere Seite eines Objekts, sonst aber keine Wände. Grundsätzlich sind die Grafiken eher mittelmäßig gelungen. Verglichen mit „Rainbow Six Lockdown“ (Test in dieser Ausgabe) fehlt einfach die Detailverliebtheit der Karten und auch die Animationen sind nicht besonders hübsch anzusehen. Beim Gehen bewegen sich nur die Beine, sterbende Figuren gleiten in getroffener Haltung ein paar Felder nach hinten und verschwinden dann einfach. Für ein Handygame von einem kleinen Entwicklerteam ist die Optik trotzdem akzeptabel. Und schließlich kommt es auf die inneren Werte eines Spiels an, oder?

Und die lassen bei „Black Ops“ tatsächlich den Rückschluss auf ein gutes Elternhaus zu. Typisch für Runden basierende Strategiespiele steht Ihnen für jeden Kämpfer eine gewisse Anzahl an Aktionspunkten zur Verfügung, mit der jener nicht nur Bewegungen ausführen kann, sondern die auch zum Angreifen und zum Nachladen eingeplant werden sollten. Auch Rundenunterbrechungen sind möglich, sodass mitten in Ihren Bewegungen plötzlich auf Sie geschossen wird oder umgekehrt. Haben Sie all Ihre Aktionen durchgeführt, so ist der Computer an der Reihe. Generell gilt es klug zu planen: Während gegen einzelne Gegner ein gekonnter Rush erfolgreich sein kann (aus nächster Nähe sind die Chancen für einen schmerzvollen Treffer höher), muss man gegen einen ganzen feindlichen Trupp vorsichtig vorgehen. Weil die Gegner erst sichtbar werden, wenn Sie nah genug an Ihnen dran sind - die Sichtweite ist nicht gleich groß wie das Display - ist es außerdem ratsam stets den gesamten Trupp zusammen vorrücken zu lassen. Ein Manko des Gameplays ist die fehlende Möglichkeit zu speichern. Vor allem die erste Map muss man deshalb sicher öfter spielen, bis man den Dreh raus hat. Frustmomente sind auch nicht ganz auszuschließen, wenn man am Ende eines Levels ins Gras beißt. Ihre Cyborgs bewegen sich außerdem etwas langsam, was die ganze Sache ein wenig langatmig erscheinen lässt – vor allem wenn man die Karte nach Gegnern absuchen muss, die man noch nicht gefunden hat.

Steuerungstechnisch hat Anino auch nicht viel falsch gemacht. Lediglich Details stören das runde Gesamtbild. Mit den äußeren Zahlentasten geht man in die acht Haupt-Himmelsrichtungen, die weiteren Tasten sorgen für die wichtigsten Funktionen. Nur das „Runde beenden“ hat man wohl nicht mehr untergebracht, obwohl es doch möglich gewesen wäre. Die Menüführung hätte man nämlich im Detail vermutlich einen Tick einfacher gestalten können, grundsätzlich findet man sich aber problemlos zurecht.

Die Komplexität von „Black Ops“ mag manche etwas abschrecken. Definitiv ist eine kurze Eingewöhnungsphase notwendig, bis man die wichtigsten Lektionen gelernt hat. Danach werden Sie dafür aber mit vielen unterhaltsamen Stunden belohnt. „Black Ops“ schafft es irgendwie den Spieler immer wieder bei der Stange zu halten. Deshalb sollte sich kein Strategiebegeisterter von den anfänglichen Schwierigkeiten abschrecken lassen. Für den geplanten Nachfolger sollte Anino aber noch an einigen Ecken feilen. Grafisch könnte das Spiel zum Beispiel schon noch eine kleine Aufbesserung vertragen und Soundeffekte hätten auch nicht geschadet. Nach der Titelmelodie hört man nämlich leider kaum noch einen Piep.

Die Missionen dauern immer etwa 20 bis 30 Minuten, aufgrund der fehlenden Speichermöglichkeit eignet sich „Black Ops“ also nicht für die Kaffeepause.

Fazit: Anfangs hat sich „Black Ops“ als kleine Diva herausgestellt. Bei den ersten Gegnern ins Gras zu beißen ist nicht gerade der Motivationsschub den man für ein Spiel braucht. Das Dranbleiben hat sich aber gelohnt, immerhin hat man es hier mit einem der umfangreichsten und tiefgängigsten Handyspiele zu tun. Wer eine Vorliebe für Taktik macht nichts falsch. Thomas Schaffer

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