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Special Crime Unit: Blut auf dem Campus

Handyspiele-Test

 

Special Crime Unit: Blut auf dem Campus

Testdatum:
27. Januar 2007
Redakteur:
-
Hersteller:
Gameloft
 

Noch nie wurde so viel gemordet in Deutschland, wie heutzutage. Keine Angst, in Wirklichkeit ist die Mordrate seit Jahren rückgängig, nur auf deutschen TV-Bildschirmen wird mehr denn ja aus Eifersucht erschlagen oder aus Geldgier erstochen. Crime-Serien wie "CSI" oder "Crossing Jordan" erfreuen sich höchster Beliebtheit und sorgen für eine hohe Einschaltquote. Warum also nicht auch ein Handy-Spiel auf den Markt schmeißen?

Bewertung:

84%
Leserwertung:Leser: 100%
Gameplay:
8/10
Grafik:
8/10
Sound:
7/10
Umfang:
9/10
Multiplayer:
0/10
 
 

Special Crime Unit: Blut auf dem Campus Screenshots

  • Screenshot: Special Crime Unit: Blut auf dem Campus
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  • Screenshot: Special Crime Unit: Blut auf dem Campus
    Screenshot: Special Crime Unit: Blut auf dem Campus
 
Vorteile:
  • spannende Geschichte
  • unverbrauchtes Szenario
  • schöne Grafik
  • spielerisch nett umgesetzt
 
Nachteile:
  • viele Ladezeiten
  • träge Steuerung
 

Review

Diesen Gedanken hatten wohl auch die Entwickler von Gameloft und so wird nun auch auf dem Handy aus unterschiedlichen Gründen gemeuchelt, was die Opferliste so hergibt. Anders als jedoch bei einer typischen TV-Serienstaffel gibt es hier nicht mehrere Täter und Opfer pro Folge, sondern nur einen Mord und ein Opfer. Geht man in dieser logischen Gleichung weiter, dürften sich dann auch gleich die Frage nach dem oder die Täter stellen.

Genau hier beginnt das Spiel für unseren Hobby- Forensiker. Sherley, eine ebenso junge wie hübsche Studentin wurde bestialische ermodert in ihrem Hotelzimmer aufgefunden. Dem Spieler fällt hier die Rolle als Frischling zu, der sich sogleich an dem aktuellen Mordfall versuchen darf. Netterweise bekommt man von den Kollegen als Akademieabsolvent im harten Alltag als Berufsermittler zumindest in den ersten paar Minuten ein paar wichtige Tipps und Hinweise.

Danach ist der Spiele je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad entweder komplett auf sich alleine gestellt oder bekommt durch vorgegebenen Etappenziele einen roten Faden präsentiert, an den er sich jederzeit halten kann. So ist man dann auch auf den unteren Schwierigkeitsgraden eher damit beschäftigt, Beweise aufzuspüren als logische Schlussfolgerungen zu ziehen.

Trotzdem kann auch nur das Finden von Beweisen schon zu einer kniffligen Angelegenheit werden. Da müssen unterschiedliche Hilfsmittel benutzt werden, um z.B. Splitter aufzusammeln oder Fingerabdrücke zu bekommen. Echtes Serienfeeling kommt dann auf, wenn man den Tatort oder die Wohnung eines Verdächtigen per Navigations-Kreuz oder Nummernblock nach Beweisen und Spuren absucht und diese dann im Labor untersucht.

Hat man dann erst einmal genug Indizien gesammelt, lädt man den oder die Verdächtige aufs Revier und stellt ihnen mehr oder weniger angenehme Fragen. Inwiefern sich ein Verdächtiger von der Frage bedrängt fühlt, wird dabei jederzeit oberhalb des Bildschirms an einer Art Lügendetektor deutlich. Schlägt hier der Messpegel ungewöhnlich stark aus, sollte man wohl besser noch einmal nachfragen. Manchmal kann man sich aber auch zu früh freuen: so ist einem gewissen Hoteldirektor sein Vorstrafenregister so peinlich, dass er eine kleine Lappalie zuerst nicht zugeben will. Zum Mörder macht ihn das jedoch noch lange nicht.

Auch sonst scheint dieser Mordfall so einige Tücken zu bergen. So erscheinen anfänglich harmlose Zeitgenossen später als sexuell perverse Menschen und entpuppt sich unser Hauptverdächtiger zwar als verdammt eifersüchtig, aber auch so treudoof, dass er keiner Fliege etwas zu Leide haben kann.

Sowieso sollten sich Ermittler nicht zu sehr auf Zeugenaussagen stützen, wie uns auch einer der Ratschläge während der viel zu oft auftretenden Ladepausen verrät: Klare Fakten, also selbst erarbeitete Beweise wie passende Finger- und Fußabdrücke erweise sich hierbei als deutliche bessere Hilfsgefährten. Will man diese jedoch eindeutig einem Opfer oder Täter zuordnen, bedarf es kleinerer Minispielchen. Wer z.B. zwei Fingerabdrücke miteinander vergleichen will, muss unter Zeitdruck erkennen, ob diese auch wirklich gleich sind. Der DNA-Vergleich findet indes über ein simples, kleines Memory-Spielchen statt, natürlich auch hier wieder unter Zeitdruck.

Diese Minispielchen gepaart mit der guten und sehr abwechslungsreichen Handlung können dann auch über die kleineren Schnitzer im Spieldesign hinwegtrösten: die Steuerung ist grundsätzlich sehr solide und ordentlich umgesetzt, ermüdet den Spieler durch ihre langen Wege vom Fingerabdruck X zum Fußabdruck Y jedoch erheblich. Dazu kommen die zwar kurzen, dafür aber bei jedem Szenenwechsel eintretenden Ladezeiten. Wer also mal eben schnell vom Tatort ins Präsidium wechseln will, wird hier gleich mit vier Wartepausen „verwöhnt“, das ist eindeutig zu viel.

Solche Schnitzer sind zwar ärgerlich, können im Endeffekt das sehr gute Gesamtbildnis aber nicht zerstören. Schließlich macht die Jagd nach Beweisen und das Befragen von Verdächtigen schon allein aufgrund der schön detailliert gezeichneten Orte mehr Spaß als so manch ein durchschnittliches Minispielchen. Berücksichtigt man nun noch die interessante und höchst spannende Hintergrundgeschichte, dann dürfte dem Rätselspaß wohl nichts mehr im Wege stehen. Zum Glück ist unser Mordfall mit knapp drei Stunden Spielzeit dann auch für ein Handy-Spiel recht umfangreich ausgefallen. Konrad Kelch

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