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Reviews

SolaRola

Handyspiele-Test

 

SolaRola

Testdatum:
7. Dezember 2007
Redakteur:
Simon Weiß
Hersteller:
Eidos
 

Auch wenn SolaRola auf den ersten Blick ziemlich dreist von dem PSP-Hit LocoRoco abgekupfert ist: Das bunte „Jump and Roll“ hat mehr als genug eigenen Charme zu bieten. Während die Handheld-Version mehr auf den Knuddelfaktor setzt, steht bei SolaRola der Humor eindeutig im Vordergrund.

Bewertung:

82%
Leserwertung:Leser: 95%
Gameplay:
7/10
Grafik:
8/10
Sound:
8/10
Umfang:
7/10
Multiplayer:
0/10
 
 

SolaRola Screenshots

  • Screenshot: SolaRola
    Screenshot: SolaRola
  • Screenshot: SolaRola
    Screenshot: SolaRola
  • Screenshot: SolaRola
    Screenshot: SolaRola
 
Vorteile:
  • Simple Steuerung
  • Schicke, bunte Präsentation
  • Humorvolle Story
 
Nachteile:
  • Stellenweise frustrierendes Gameplay
  • Blecherne Soundeffekte
 

Review

Wem das Spielprinzip noch fremd ist: Bei SolaRola steuern sie wie beim offensichtlichen Vorbild LocoRoco nicht den kugelrunden Helden selbst, sondern neigen die Spielwelt entweder nach links oder nach rechts. Dadurch setzt sich der glibberartige Ball in Bewegung, auf Knopfdruck springt der Protagonist außerdem über Hindernisse und Abgründe.

Screenshot: SolaRola
Screenshot: SolaRola

Im Spiel selbst dreht sich alles um die beiden Hauptdarsteller Wiz und Waz. Die zwei Blobs schwirren mit ihrem kleinen Raumschiff durch das Weltall und erzählen sich Witze, als sie plötzlich einen undeutlichen Funkspruch empfangen: Auf einem Planeten in ihrer Nähe wird ein Fremder festgehalten, der ihre Hilfe erbittet. Pflichtbewusst machen sich die beiden auf den Weg und helfen dem Unbekannten aus der Patsche. Wie sich herausstellt handelt es sich bei dem Gefangenen um keinen geringeren als einen der sechs großen Wächter der Galaxie, den der furchtbar böse „Ping der Ungnadenlose“ auf dem Planeten festgesetzt hat. Natürlich entschließen sich die beiden tapferen Schleimkugeln sofort dazu, auch die anderen fünf Wächter zu befreien und Ping das Handwerk zu legen.

Im Verlauf des Spiels geht es also von einem Planeten zum anderen, um verschiedene Aufgaben zu lösen und die Wächter zu finden. Zwischen den kurzen Missionen wird die Story durch witzige Zwischensequenzen vorangetrieben. Der Humor ist dabei die eigentliche Stärke des Spiels. Beispielsweise erhalten die beiden Blobs während ihres Einsatzes plötzlich einen Funkspruch ihrer Mutter: Waz hat den Müll noch nicht rausgebracht! Also geht es zurück zum Heimatplaneten, wo Waz in einer eigenen Mission den Müll an seinen Bestimmungsort bringen muss.

Meist geht es in den Missionen darum, mit Waz vom Startpunkt aus abwärts durch die Level zu rollen und den verschiedenen Gefahren zu trotzen. Zur Erfüllung der Aufgaben stehen ihm nach und nach immer mehr Fähigkeiten zur Verfügung. Zu Beginn kann man außer rollen und springen nicht viel machen, später darf man zum Beispiel mit Bomben Hindernisse aus dem Weg sprengen oder an Tauen über Abgründe schwingen. Auch vor Gegnern muss man sich sehr bald in Acht nehmen: Die stacheligen, schwarzen Wesen könnten ebenfalls direkt aus Sonys Ideenschmiede entsprungen sein…

Screenshot: SolaRola
Screenshot: SolaRola

Die simple Steuerung geht sehr gut von der Hand, besondere Aktionstasten sind nicht nötig. Der gesamte Titel lässt sich mit nur drei Richtungstasten spielen, ohne dabei jedoch langweilig zu werden. Durch ständig neue Spielelemente und die humorvolle Story wird der Spieler lange bei der Stange gehalten. Leider wurde neben der simpel genialen Physik auch so mancher Frustmoment von LocoRoco übernommen: Es gibt manchmal einfach zu viele Gefahren, die auf Waz lauern. Da man den Helden nicht direkt steuert, fühlt man sich oft an eine dieser Kugelbahnen erinnert, bei denen die Kugel ständig in ein Loch fallen kann. So möchte man oft in sein Handy beißen, wenn Waz mal wieder in radioaktiven Schleim gefallen ist, weil er einen Millimeter zu kurz gesprungen ist oder ein Tau nicht mehr erwischt hat. Nicht schön: Segnet der Held das Zeitliche, muss man den ganzen Level noch mal von vorn beginnen. Auch wenn die Missionen nie wirklich lang sind, wären Checkpoints manchmal angebracht gewesen.

Trotzdem das Gameplay an manchen Stellen etwas mehr Feinschliff vertragen hätte, überwiegen doch die positiven Punkte. Auch die Präsentation gibt sich redliche Mühe, den Spieler nicht zu enttäuschen. Die bunte Grafik hat einiges zu bieten, von Regen und Donner über das stetige Blinzeln des Hauptcharakters bis hin zur physikalisch korrekten Verformung der Blobs: SolaRola hinkt seinem PSP-Vorbild in Sachen Grafik kaum hinterher. Der Sound ist ebenfalls sehr ordentlich ausgefallen, besonders die stetige Hintergrundmusik gefällt. Die Soundeffekte sind passend gewählt, klingen aber leider etwas blechern – besonders im Vergleich zur deutlich besseren Musik.

Fazit

Eine echte Überraschung: Das ungewöhnliche Spielprinzip funktioniert auch auf dem Handy hervorragend. Es ist schon erstaunlich, wie es die Entwickler geschafft haben, eine ansprechende Präsentation, korrekte Physik und eine gelungene Story in dieses kleine Format zu pressen. Leider schwächelt das Gameplay an manchen Stellen, sodass es nicht ganz zum perfekten Hit reicht. Dennoch bleibt unterm Strich ein ungewöhnlicher und hochwertiger Titel übrig, der jedem Handyspieler mehr als nur einen Blick wert sein sollte.

Kommentare

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Simon - 31. 01. 2008 - 16:16 Uhr
Unregistriert

Ich widerspreche nur ungern, aber man steuert tatsächlich die Welt, nicht den Charakter. Steuert man nach links oder rechts, kippt der gesamte Untergrund in die gewählte Richtung. Das hat auch Auwirkungen auf lose Gegenstände wie Felsen etc., die dann ebenfalls in diese Richtung rollen. Aber in einem Punkt hast Du recht: SolaRola steuert sich direkter als LocoRoco, der Hauptdarsteller kommt nicht so zäh in Bewegung wie sein Sony-Konkurrent.

 
Fusey - 31. 01. 2008 - 16:16 Uhr
Unregistriert

Um ehrlich zu sein, spielt sich SolaRola nicht ganz wie LocoRoco, denn man steuert tatsächlich direkt die Hauptfigur und nicht die gesamte Spielwelt. Die Kontrolle ist dabei sehr präzise im Kontrast zu LocoRoco

 

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