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Rommé

Handyspiele-Test

 

Rommé

Testdatum:
2. Dezember 2008
Redakteur:
Simon Weiß
Hersteller:
Intent Software
 

Neben all den schönen, bunten, actionreichen Spielen dieser Tage geraten sie fast in Vergessenheit: die guten, alten Kartenspiele. Denn mit Karten lässt sich nicht nur pokern, wie nun das schlicht betitelte Rommé beweisen möchte. Der Titel will den Klassiker unter den Gesellschaftsspielen auch unterwegs erlebbar machen. Mit Erfolg?

Bewertung:

16%
Leserwertung:Leser: 98%
Gameplay:
2/10
Grafik:
1/10
Sound:
0/10
Umfang:
4/10
Multiplayer:
0/10
 
 

Rommé Screenshots

  • Screenshot: Rommé
  • Screenshot: Rommé
  • Screenshot: Rommé
 
Vorteile:
  • Akzeptabler Umfang
 
Nachteile:
  • Grauenhafte Bedienung, die nicht erklärt wird
  • Regelkenntnisse werden vorausgesetzt
  • Steinzeitliche Präsentation
  • Frustrierendes Balancing
 

Review

Screenshot: Rommé

Wer das Spiel nicht kennt: Bei Rommé geht es darum, möglichst als erster all seine Handkarten auszuspielen. Dazu sammelt ihr Karten gleicher Art und „Folgen“, die ihr danach vor euch auslegt. Am Ende jeder Runde bekommen die Verlierer Strafpunkte, bevor es ins nächste Spiel geht. Zum Verstehen des Artikels reicht dieses rudimentäre Wissen vollkommen aus, zum Spielen sicher nicht. Leider haben die Entwickler das scheinbar anders gesehen: In der Hilfe findet ihr lediglich eine knappe und unvollständige Erklärung der Spielmechanik, danach werdet ihr direkt ins kalte Wasser geworfen. Besonders störend ist, dass zwar die Regeln kurz erklärt werden, über die Steuerung des Spiels verliert die Hilfe allerdings kein Wort. „Wird schon irgendwie gehen“ werden sich nun die meisten denken. Bis sie das erste Spiel starten.

Dort angekommen fällt zunächst die schlichte Technik auf: Der Lautsprecher eures Handys bleibt stumm. Grafisch werden euch nur eilig gezeichnete Charaktergrafiken präsentiert, die zudem nicht animiert wurden. Während der Spielzüge gibt es daher keine Emotionen zu bewundern, der komplette Spielablauf wirkt sehr steril. Auch einen echten Spieltisch gibt es nicht: Eure Karten und die der Kontrahenten landen in einem schmucklosen, blauen Kasten neben eurer Charaktergrafik. Die gemütliche Atmosphäre einer echten Partie will sich so einfach nicht einstellen.

Screenshot: Rommé

Aber selbst die liebloseste Präsentation ist halb so wild, solange die Spielmechanik stimmt. Leider haben die Entwickler auch hier auf ganzer Linie versagt: Die Steuerung des Geschehens ist eine Zumutung. Das Aufnehmen, ablegen und austauschen der Karten ist ein fummeliges Geduldsspiel. Hinzu kommt, dass man bei Regelvorstößen immer wieder vom Programm gerügt und aufgefordert wird, bestimmte Aktionen durchzuführen. Im Test war für manche Aktionen minutenlanges Herumprobieren nötig, bis das Spiel weiter gehen konnte. Eine komplett unintuitive Bedienung ist eine Sache, in Verbindung mit einer fehlenden Anleitung ist sie eine Zumutung.

Rommé richtet sich eindeutig an Kenner des Originals: Neulinge will man anscheinend nicht für das Kartenspiel begeistern. So werden wie bereits erwähnt am Ende jeder Runde die Punkte aller Spieler abgerechnet. Wie? Das wird euch wohl Wikipedia verraten müssen. Die unvollständige, kryptische Hilfe des Spiels wird euch jedenfalls nicht weiter bringen.

Auch der Rest der Spielmechanik lässt zu wünschen übrig: Bis zu drei KI-Mitspieler lassen sich in den Optionen hinzuschalten, die allesamt allerdings sehr unausgewogen programmiert wurden. So passiert es nicht selten, dass einer der Gegenspieler plötzlich in einem Zug seine gesamte Hand auf den Tisch legt und die Runde so überraschend beendet. Für Einsteiger sind diese gottgleichen Kontrahenten schlicht frustrierend, zumal sich auch kein Schwierigkeitsgrad einstellen lässt. Immerhin: Einige Regelparameter, wie beispielsweise die Anzahl der Joker im Deck, lassen sich nach den eigenen Vorlieben anpassen.

Fazit

Rommé ist das Beispiel eines kleinen Budgets: Unausgereifte Spielmechanik, eine steinzeitliche Präsentation und vor allem eine unsagbar schlechte Steuerung machen den Titel selbst für Fans von Kartenspielen nicht empfehlenswert. Denn selbst wer über die Einstiegsschwächen hinwegsieht und sich durchbeißt, wird spätestens vom schlechten Balancing abgeschreckt. Bei der Flut an guten Spielen da draußen ist Rommé vor allem eins: In höchstem Maße überflüssig.

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