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Might&Magic

Handyspiele-Test

 

Might&Magic

Testdatum:
06. Oktober 2004
Redakteur:
-
Hersteller:
 

Rollenspielfans kommen bei den zur Zeit auf dem Markt befindlichen Titeln voll auf ihre Kosten.
Nachdem mit Ancient Ruins und Sacred bereits zwei hochwertige Titel für Java-Handies erschienen sind wagt sich jetzt auch Gameloft mit einer Umsetzung des PC-Klassikers Might&Magic in den Kampf um die Genre-Referenz.
Mit der Handy-Umsetzung von Might&Magic beweisen die preisgekrönten Entwickler von Gameloft wieder einmal, dass sie es schaffen eine faszinierende Grafik mit gelungenem Gameplay zu verbinden.

Bewertung:

90%
Leserwertung:Leser: 100%
Gameplay:
9/10
Grafik:
9/10
Sound:
7/10
Umfang:
0/10
Multiplayer:
0/10
 
 

Might&Magic Screenshots

  • Screenshot: Might&Magic
    Screenshot: Might&Magic
  • Screenshot: Might&Magic
    Screenshot: Might&Magic
  • Screenshot: Might&Magic
    Screenshot: Might&Magic
 
Vorteile:
 
Nachteile:
 

Review

Das Spiel präsentiert sich als eine Mischung aus Sacred und Ancient Ruins und besitzt dabei noch weitere Eigenschaften die keiner dieser Titel vorzuweisen hat.
Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten verfügt Might&Magic nämlich über eine herausragende Story, die immer wieder durch Zwischensequenzen in der Spielgrafik fortgeführt wird. Zwischen den einzelnen Charakteren bestehen die unterschiedlichsten Beziehungen und es gibt mehr als nur eine Verschwörung.
Damit der Spieler auch komplett in den Bann der Geschichte gezogen wird bietet das Spiel ihm die Möglichkeit mehr als einen Charakter zu steuern. Welcher dies jeweils ist hängt von der aktuellen Mission ab. Einen Großteil der Zeit steuert man aber dennoch Ewan, einen königstreuen Abenteurer, der die Hauptfigur des Spiels ist.

Das Spiel spielt sich komplett in der Iso-Perspektive ab, die genügend Überblick bietet und gleichzeitig auch noch zeichnerisch beeindruckende Darstellungen der Objekte bietet.
Die Steuerung benötigt zwar mehr Knöpfe als manche anderen Spiele, dafür bieten sich dem Spieler eine Vielzahl an Möglichkeiten.
Über die Richtungstasten des Joysticks lässt sich der jeweils aktive Charakter bewegen, die Mitteltaste des Joysticks dient dem Zuschlagen. Da man in den nicht allzu schweren Kämpfen meist keine weiteren Befehle benötigt ist gewährleistet, dass man in der Hitze des Gefechtes nicht die Übersicht verliert. Durch Drücken der Mitteltaste über einen längeren Zeitraum lässt sich außerdem noch eine stärkere Attacke ausführen.
Hat der Spieler die Kontrolle über mehrere Charaktere, so kann er zwischen ihnen durch Drücken der 0-Taste wechseln.
Die Hauptfigur Ewan besitzt als einziger Charakter ein Inventar, durch das man mit 2 Tasten scrollen kann. Über eine weitere Taste wird das jeweils angewählte Objekt aus dem Inventar benutzt. Eine weitere Taste dient schließlich dem Springen bzw. dem Auswerfen eines Enterhakens falls die Situation dies erlaubt.
Da die einzelnen Charaktere eine Reihe von Spezialfähigkeiten besitzen wurde die Tastenbelegung in Abhänigkeit vom jeweiligen Charakter teilweise geändert. Jede nue verfügbare Spezialfähigkeit wird dem Spieler jedoch durch eine umfangreiche Erklärung erläutert, so dass es nie zu Missverständnissen kommt.

Das Gameplay von Might&Magic gestaltet sich als eine Mischung aus Action- und Rätselspiel.
Die einzelnen Abschnitte lassen sich nur durch das Lösen von teilweise recht anspruchsvollen Rätseln lösen. Natürlich gibt es auch eine Vielzahl leichter Rätsel, bei denen lediglich einige Kisten richtig angeordnet werden müssen oder verschiedene Schalter betätigt werden müssen.
Einige sehr umfangreiche Aufgaben lassen sich nur durch das Zusammenspiel der einzelnen Charaktere lösen. Beispielsweise kann sich Kayn, ein Halbdämon und Verbündeter von Ewan in eine Nebelwolke verwandeln, die Ewan anschließend mit der Kraft des Windes durch ein Gittertor bläst. Auf der anderen Seite des Tores kann der Spieler den Nebel dann wieder in Kayn verwandeln und hat somit das eigentlich verschlossene Tor passiert.
Neben einer Unmenge von solchen Rätseln gibt es natürlich auch noch Kämpfe, die im Vergleich zu anderen Spielen mehr taktisch und weniger stupide ablaufen. Viele Gegner sind nur zeitweise verwundbar und lassen sich anschließend (wenn sie zum Gegenschlag ausholen) nicht verwunden, so dass der Spieler gezwungen ist in Deckung zu gehen. Andere Gegner müssen durch Zuhilfenahme von Objekten (wie beispielsweise Steinen) außer Gefecht gesetzt werden bevor sie verwundet werden können und wieder andere können nur durch ihre eigenen Waffen vernichtet werden, so dass der Spieler diese geschickt für sich benutzen muss (beispielsweise können Feuerbälle mit dem Schwert pariert werden).
Neben den Kämpfen und Rätseln bietet Might&Magic aber auch erstklassige Jump-n-Run-Einlagen, in denen sich der Spieler mittels eines Enterhakens an Wänden entlangschwingt oder auf sich bewegenden Plattformen umherhüpft. Auch diesbezüglich besitzen einige Charaktere Spezialfähigkeiten: Beispielsweise verfügt die Bogenschützin Lorean ab einem bestimmten Zeitpunkt an über die Fähigkeit einen Doppelsprung auszuführen, der höher und weiter als der gewöhnliche Sprung ist.
Sollte der Spieler mal am Ziel vorbei springen, so schadet ihm das nicht sehr, denn jeder Sturz in die Tiefe wird genauso behandelt wie ein Treffer eines Gegners.
Überhaupt sorgt das Spiel mit einem durchdachten Lebensenergie- und Speichersystem dafür, dass keine Frustmomente entstehen: Die Energie des Spielers wird am oberen Bildschirmrand in Form von Herzen dargestellt. Sollte der Spieler seine komplette Energie verlieren, so muss er am Anfang des jeweiligen Abschnitts neu starten, was ihn nicht allzu weit zurück wirft. Durch Heilkräuter kann der Spieler seine Lebensenergie auffrischen, beim Beenden eines Abschnitts geschieht dies automatisch. An bestimmten Stellen des Spiels steigt Ewan in seinen Fähigkeiten auf, was sein Fassungsvermögen an Lebensenergie erhöht. Der jeweilige Spielstand wird vom Programm automatisch beim Beenden eines Abschnittes oder bei bestimmten Speicherpunkten abgespeichert.

Die Grafik von Might&Magic ist von sehr guter Qualität und besitzt den einzigartigen Charme eines Gameloft-Titels.
Sowohl die Umgebung als auch die Objekte und Spielfiguren sind von exzellenter Qualität.
Die Möglichkeiten der verwendeten Technik sind wirklich grandios, die teilweise schon episch anmutenden Zwischensequenzen in Spielgrafik verstärken die schon so absolut geniale Atmosphäre.
Hinzu kommt, dass das Spiel wirklich sehr flüssig läuft und man keinerlei Mängel bei der Performance hinnehmen muss.

Lediglich beim Sound haben die Entwickler nicht ganze Arbeit geleistet.
Might&Magic verzichtet komplett auf qualitative Effekte und bietet dem Spieler nur Ton, der dem der ersten Handy-Spiele stark ähnelt.
Die verwendete Musik und die wenigen Effekte sind zwar für die verwendete Technik gut umgesetzt und insbesondere die Musik tut ihr übriges zur Atmosphäre (wenn auch viel zu selten), allerdings hätte man alleine technisch mehr erwarten können.

Fazit: Might&Magic schafft es durch eine gesunde Mischung aus Rätseln, Action- und Jump-n-Run-Einlagen die Referenz im Genre der Rollenspiele zu werden.
Eine so genial präsentierte umfangreiche Story kombiniert mit der Fähigkeit mehrere Charaktere zu spielen und den unzähligen Möglichkeiten, die dem Spieler durch die Spezialfähigkeiten gegeben sind hat keiner der Konkurrenten zu bieten.
Allerdings sollte man Might&Magic auch eher als Action-Adventure denn als Rollenspiel betrachten, denn der Spielverlauf ist doch sehr linear und gibt dem Spieler nur wenig Freiraum.
Nichtsdestotrotz ist das Spiel auch aufgund der beeindruckenden Grafik ein absolutes Highlight des Jahres 2004. An diesem Gesamturteil kann auch der etwas misslungene Sound nichts ändern.

Kommentare

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4TuNe - 24. 10. 2007 - 13:45 Uhr
Unregistriert

ist einfach ein geniales spiel und die story is einfach phenomenal, kann ich nur weiterempfehlen ;)

 

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