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Der Schuh des Manitu

Handyspiele-Test

 

Der Schuh des Manitu

Testdatum:
1. November 2005
Redakteur:
-
Hersteller:
Handy-Games
 

Im Land, wo die Schoschonen schön wohnen, ziehen dunkle Wolken auf! Der Indianer-Klamauk jetzt auch als Handyversion.

Bewertung:

63%
Leserwertung:Leser: 93%
Gameplay:
7/10
Grafik:
7/10
Sound:
7/10
Umfang:
6/10
Multiplayer:
0/10
 
 

Der Schuh des Manitu Screenshots

  • Screenshot: Der Schuh des Manitu
    Screenshot: Der Schuh des Manitu
  • Screenshot: Der Schuh des Manitu
    Screenshot: Der Schuh des Manitu
  • Screenshot: Der Schuh des Manitu
    Screenshot: Der Schuh des Manitu
 
Vorteile:
  • Lizenz
 
Nachteile:
  • Schlechte Umsetzung
 

Review

Keine vier Jahre sind vergangen, seit Michael "Bully" Herbig samt seinen Kumpanen Rick Kavanian und Christian Tramitz, auf der glorreichen Suche nach dem „Schuh des Manitu“, in deutschen Kinos Einzug gehalten hat. In dieser Zeit hat man es, neben zahlreichen Preisen und Auszeichnungen, auch geschafft, zig Merchandising-Artikel an den Mann zu bringen, das Spektakel auf DVD´s zu pressen und - wie könnte es anders sein - auch den ein oder anderen Softwareableger auf den Markt zu werfen. Dass diese Lizenzprodukte zumeist aber eher minderer Qualität sind, beweist allein schon die PC Version, welche in der deutschen Fachpresse zu Recht durchgehend schlecht bewertet wurde.

Nun erscheint also, besagte vier Jahre später, die Handyversion zum Film. In den Fußstapfen des Indianerhäuptlings Abahachi gilt es, sich gegen diverse Gegnerhorden zu behaupten. Anfänglich allein durch die schlagkräftigen Fäuste und durchtrainierten Beine, später auch mit allerlei Feuerwaffen.

Zunächst beginnen wir mit dem Start des Spiels. Nach den Ladescreens offenbart sich ein tristes Menü. Trist, nicht im Sinne von wenig Grafiken. Nein, viel mehr trist im Sinne der Kombination "weißer Hintergrund mit schwarzer Schrift", ohne jegliche Bilder, ohne eine Animation. In einer Zeit, in der Handys Mp3-Töne abspielen können, Videos problemlos darstellen und Displays mit immer mehr Farben den Markt erobern ist dies eine gekonnte Leistung der Ignoranz. Sehr geehrte Entwickler: Nur, weil der Film vor Dekaden, also anno 2001, in den Kinos angelaufen ist, muss das Spiel nicht den technischen Standard widerspiegeln, der zu dieser Zeit geherrscht hat! Alles in allem ist es zumindest übersichtlich und Zweck erfüllend. Beginnend mit einem neuen Spiel starten wir auch gleich in die Prärie. Als Häuptling der Apachen ist es nun also unsere Pflicht, uns gegen verschiedenstes Gesocks zu beweisen. Glücklicherweise ist jeder Indianer, ähnlich den sieben Leben einer Katze, mit satten drei Leben ausgestattet. So hat man die Möglichkeit auch Fehler zu machen und sich doch nicht sofort in den ewigen Jagdgründen wieder zu finden. Waffen gibt es zunächst leider keine, was den Spieler, schlecht motiviert durch fehlende optische Abwechslung oder akustische Anspornung, zunächst als Haudegen durch die Wüste pirschen lässt. Schlecht animiert geht es nun, mehr oder minder monoton, durch die verschiedenen Level. Dabei sollte immer ein Auge auf die unteren Balken geworfen werden: Hier erfährt der Spieler, wie es um den Gesundheitszustand des eigenen Schützlings, im Kampf gegebenenfalls auch um die Lebenspunkte des gegnerischen Halunken, steht. Healthpoints können mittels Lebkuchenherzen aufgefrischt werden. Am Wegesrand sammeln sich auch wertvolle Diamanten - sobald man mehr als zehn eingesammelt hat, bekommt der Alter Ego Abahachi ein weiteres Leben spendiert. Des Weiteren sollte man immer auf der Suche nach Munition sein, die sich in dem Falle natürlich bei bereits getöteten Schurken finden lässt. Augen auf beim Eierkauf: Ab und an gibt es geheime Orte, an denen allerlei Leckereien zum Auffrischen der Lebenspunkte herumgammeln. Da sich das Volk der Apachen keine Sorgen um eventuelle Verfallsdaten macht, sollte sich der Spieler hier immer alles einverleiben. Da „Der Schuh des Manitu“ mit Sicherheit einer der wohl amüsantesten Filme aus deutschen Landen der letzten Jahrzehnte ist, findet sich natürlich auch allerhand Witz im Spiel wieder - sollte man denken. Leider haben es die Entwickler der Handy-Games.com GmbH nicht verstanden, den mitunter genialen Sinn für Humor, den Michael Herbig zweifelsohne besitzt, in das Spiel zu implementieren. Einzig und allein die sich abwechselnden Sprüche "Husch, Husch", "Mei Bruder" und "Auf geht's!" sollen für Schmerzen im Zwerchfell führen. Mir kamen nach fünf Minuten testen eher Bauchschmerzen. Lachkrämpfe sehen meines Erachtens anders aus, auch wenn statistisch erwiesen ist, dass wir Ostdeutsche weniger lachen. Davon sollte sich allerdings jeder selbst ein Bild machen.

Wie bereits angesprochen eröffnet sich technisch kein Feuerwerk an Effekten. Grafisch bietet „Der Schuh des Manitu“ nichts weltbewegendes, die Texturen sind aber recht schön anzusehen. Umso schlechter sind allerdings die Animationen, die jeweils anscheinend aus nur drei Bildern bestehen. Akustisch offeriert das Beat 'em up auch herzlich wenig fürs Geld.

Wahre Fans und Sammler wird das alles sicher kaum stören. Auch Freunde des Klingeltons "A klana Indiana" könnten sicher - auf Grund der permanenten Verdummung bei Anrufen - durchaus Gefallen an der mobilen Spielumsetzung des erfolgreichsten deutschen Films aller Zeiten haben. Was allerdings - abgesehen von einem abwechslungsreichen Spielprinzip, aktueller Technik und dem rigorosen Einbau von mehr Humor - definitiv fehlt, sind verschiedene Charaktere. Wer hätte nicht gern in den Stiefeln des smarten Rangers gespielt, wäre in den rosa Moccasins von Winnetouch durch die Wüste Amerikas gewandert, oder hätte als Santa Maria die Bösewichter unter sich vereint? Ansätze und Ideen gibt es sicher genug, um ein interessantes Spiel zu entwickeln. Doch bei dieser Versoftung wäre es kein Wunder, wenn Häuptling "Listiger Lurch" im Grabe rotieren würde.

Fazit: Erneut bahnt sich eine lieblos umgesetzte Filmlizenz den Weg auf deutsche Handys. Letztendlich bietet „Der Schuh des Manitu“ schlechte Standardkost, die sich durch nichts von der grauen Masse abhebt. Nur wahre Fans sollten wirklich zugreifen, alle anderen werden mit Sicherheit maßlos enttäuscht werden. Sören Lohse

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