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Anno 1503

Handyspiele-Test

 

Anno 1503

Testdatum:
22. März 2004
Redakteur:
-
Hersteller:
 

Bei Anno 1503 von Elkware handelt es sich um eines der erfolgreichsten Spiele für Mobiltelefone des letzten Jahres, wenn nicht sogar um das erfolgreichste.

Bewertung:

85%
Leserwertung:Leser: 96%
Gameplay:
8/10
Grafik:
8/10
Sound:
7/10
Umfang:
0/10
Multiplayer:
0/10
 
 

Anno 1503 Screenshots

  • Screenshot: Anno 1503
    Screenshot: Anno 1503
  • Screenshot: Anno 1503
    Screenshot: Anno 1503
  • Screenshot: Anno 1503
    Screenshot: Anno 1503
 
Vorteile:
 
Nachteile:
 

Review

Nachdem Anno 1503 schon auf dem PC ein Riesenerfolg wurde wird dieser Erfolg nun also auf dem Handy fortgesetzt.

Bei der Umsetzung des Spieles auf das Mobiltelefon entschied sich Elkware dazu, einige grundlegende Änderungen am Spielprinzip durchzuführen, die jedoch durchaus Sinn machen.
Anders als in der PC-Version steuert man auf dem Handy nicht eine Handelsflotte, errichtet Stützpunkt und kämpft zugleich.
Vielmehr wählt man am Anfang des Spiels aus, welche dieser 3 Aufgaben man erledigen möchte. Als Pirat kämpft man ausschließlich, als Venezianer handelt man und kämpft falls nötig und als Bürgermeister konzentriert man sich auf den Ausbau eines Stützpunktes.

Pirat: Wählt man zu Beginn des Spiels den Spielmodus Pirat, so findet man sich und sein Schiff auf dem Ozean in der Nähe eines Hafens wieder. Das Schiff lässt sich durch 2 Tasten auf der Zifferntastatur oder auf dem Joystick nach links bzw. rechts drehen, die Geschwindigkeit hängt von der Windstärke und von der Windrichtung ab, will man entgegen der Windrichtung fahren, muss man dies durch geschicktes "Kreuzen" der Windrichtung tun. Durch Drücken der 0 ruft man eine Übersichtskarte auf, welche übrigens immer die selbe ist und auch im Spielmodus Venezianer verwendet wird.
Ziel ist es nun, Handelsschiffe im Ozean zu suchen und diese anzugreifen. Ein Balkenmenü unten links gibt einem Einfluss über Kanonen- und Mannschaftsstärke des eigenen Schiffes. Befindet sich ein anderes Schiff in der Nähe so werden dort zusätzlich die selben Informationen über das andere Schiff dargestellt. Ein Angriff lohnt sich nur, wenn man auch tatsächlich überlegen bzw. mindestens über die selbe Bewaffnung wie das andere Schiff verfügt.
Die Kämpfe sind sehr einfach gemacht, fesseln aber dennoch, was vielleicht daran liegen mag, dass die Steuerung genial einfach ist. Mit der *-Taste feuert man die Kanonen auf der linken Seite ab, mit der #-Taste die Kanonen auf der rechten Seite. Greift man ein anderes Schiff an, so wird dieses das Feuer erwidern, indem man sein Schiff aber intelligent dreht lässt sich so mancher Treffer noch verhindern. Ab einem gewissen Minimum von Waffen und Mannschaftsmitgliedern kapitulieren gegnerische Schiffe und man kann über die linke Auswahltaste wählen, ob man das Schiff versenken oder übernehmen will. Bei der zweiten Option werde neben der verbliebenen Mannschaft und dem Goldvorrat auch die Kanonen des Schiffes übernommen.
Nach einem Kampf sollte man sich zum nächsten Hafen begeben, wo man sein Schiff gegen Gold reparieren lassen kann. Der Preis für die Reparatur ist meist bedeutend geringer als die Beute die man pro übernommenem bzw. versenktem Schiff erhält, so dass man nach der Zeit sein Vermögen steigern kann.
Auch wenn man im Piraten-Modus lediglich nach schwächeren Schiffen sucht und diese plündert schafft es dieser Modus trotzdem für Spielspaß zu sorgen. Wer ein bisschen Abwechslung für zwischendurch sucht ist hier genau richtig.

Venezianer: In diesem Modus hat man die Aufgabe durch geschicktes Handeln sein Vermögen zu vergrößern. Wieder steuert man ein Schiff durch den Ozean, doch diesmal sollte man die Piraten meiden. Befindet man sich in Reichweite eines der 5 Häfen kann man Waren kaufen bzw. verkaufen, wobei man natürlich immer darauf achten sollte, dass man die Waren teurer verkauft als als man sie gekauft hat. Leider ist es nicht möglich großgeplante Wirtschaftstaktiken auszupacken, denn die zum Teil doch ordentlichen Preisunterschiede der einzelnen Warengruppen in den verschiedenen Häfen lassen kein Muster erkennen und die Preise sind auch nicht konstant. Wenn man sich intensiv mit dem Venezianer-Modus beschäftigt lässt sich aber dennoch erkennen, was ein günstiger und was ein teurer Preis für eine der Warengruppen ist.
Neben dem Handeln gibt es im Venezianer-Modus aber auch die selben Kämpfe wie im Piraten-Modus, nur diesmal muss man sich gegen die Piraten verteidigen. Zum Glück handelt es sich bei einer der Warengruppen um Kanonen, die natürlich auch einen praktischen Nutzen haben, so dass man im weiter fortgeschrittenen Spiel eine gute Chance in den Kämpfen hat, die sich genauso gestalten wie auf der Seite des Piraten. Allerdings bietet sich für diejenigen die sich nur aufs Handeln konzentrieren möchten auch die Möglichkeit die Konfrontation zu meiden, indem man Piratenschiffe einfach umfährt.
Nähert man sich einem Schiff, so wird die Flagge des Schiffs in einem Fernrohr unten rechts auf dem Bildschirm angezeigt. Ein gelber Pfeil markiert die Richtung, in der sich das Schiff befindet. Da die Kanonen auch nur eine begrenzte Reichweite haben kann man so Kämpfe bewusst vermeiden.

Bürgermeister: Als wären die beiden Spiemodi nicht schon genug abwechslungsreich und komplex zugleich setzt Anno 1503 noch einen drauf: Im dritten Modus darf man sich als Bürgermeister eines der Häfen aus dem Spiel versuchen. In diesem Modus wird auf eine grafische Darstellung verzichtet, was sicher zu komplex gewesen wäre und jegliche Kapazitätsgrenzen des bereits so sehr großen Spiels gesprengt hätte.
Stattdessen lenkt man die Geschicke der Stadt nun über eine rein textbasierte Umgebung, in der man als grundlegende Einstellung neue Infrastruktu hinzufügen kann und das Bevölkerungswachstum regulieren kann (im Sinne von ganz oder gar nicht).
Durch Erweiterung der Infrastruktur ist es möglich Resourcen anzuhäufen, die gewinnbringend verkauft werden können. Baut man beispielsweise einen Holzfäller, ist es möglich, dass schon bald ein Überschuss an Holz in der Stadt herrscht. Dann kann man im Warenmenü einstellen, zu welchem Preis das Holz verkauft werden soll und schon macht man Gewinn (solange der Preis nicht zu hoch ist). Allerdings besitzen die Gebäude neben den Baukosten auch noch Betriebskosten, es ist also nicht sehr ratsam zuviel Produktionsmittel von einer bestimmten Warengruppe zu bauen. Die Größe der Produktionsbetriebe und des Absatzmarktes richtet sich nach der Anzahl der Bewohner der Stadt.
Herrscht ein Mangel an Waren, so können diese über das Warenmenü auch eingekauft werden. Gelegentliche Ereignisse wie Feuerbrunsten, die die Bevölkerung schwinden lassen runden das ganze ab.

Fazit: Anno 1503 bietet mit seinen 3 verschiedenen Spielmodi sowohl kurzweiligen Spaß als auch Langzeitmotivation. Gleichzeitig werden durch die abwechslungsreichen Modi so ziemlich alle Gruppen von Spielern angesprochen, neben der Lizenz sicher ein Grund, warum Anno 1503 auch auf dem Handy so erfolgreich ist.
Die Grafik ist (bis auf den Bürgermeistermodus) dem Spielprinzip angemessen und kann sich schon fast mit der Grafik der PC-Version oder zumindest mit der Grafik der PC-Version des Vorgängers (Anno 1602) messen.
Auch der Sound ist gelungen, die Kanonenschüsse und Einschläge hören sich gut an und die Musik trifft das Thema des Spiels haargenau. Negativ fällt lediglich aus, dass sich im Menü nur die Musik, nicht die Effekte abschalten lassen.
Alles in allem überzeugt die Handy-Version von Anno 1503 in fast jeder Hinsicht, lediglich der Venezianer-Modus enttäuscht ein bisschen, da es kein erkennbares Muster bei der Preisentwicklung in den unterschiedlichen Häfen gibt.
Trotzdem sollte Anno 1503 Pflicht für jeden Fan des mobilen Spielens sein, da es die Messlatte für Spiele dieser Gattung (und insbesondere für Strategiespiele) ein kleines Stückchen höher legt.

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