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Praxistest: Sony Ericsson W580i

 

Praxistest: Sony Ericsson W580i

Datum:
27. 10. 2007
Redakteur:
Stefan Adolf
 

Nicht jeder hat das nötige Kleingeld, um sich ein hochgezüchtetes Multimedia-Handy mit Touchscreen in die Tasche zu stecken. Glücklicherweise bietet Sony Ericsson Alternativen. Das W580i orientiert sich am kleinen Geldbeutel und bleibt dennoch eine gehobene Alternative zu einfachen MP3-Playern.

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Lieferumfang / Verarbeitung

Praxistest: Sony Ericsson W580i
Praxistest: Sony Ericsson W580i

Slider sah man bislang selten bei Sony Ericsson: erst mit dem W850i starteten die Briten vor knapp einem Jahr ihren Angriff auf den beliebten Formfaktor, den Siemens prägte und Samsung zur Perfektion brachte. Haptisch ist das Walkman-Phone W580i nicht gerade ein Leckerbissen: schnörkelloser glatter Kunststoff reibt bei diesem Modell aufeinander, lässt wie beim baugleichen Schwestermodell S500i die eine oder andere Lücke ins Gehäuseinnere offen und hinterlässt nicht gerade den Eindruck eines hochgradig durchdachten Gehäusedesigns. Dafür wirkt die Slidermechanik ausgereift und schnappt souverän auf und zu - eine kleine Schiebehilfe, mit der man Fingerabdrücke vom QVGA-Display fernhalten könnte, sucht man aber leider vergeblich am W580i. Eine echte Farce ist der Akkudeckel - den entfernt man als Normalsterblicher zwar nur in Ausnahmefällen, aber wenn Not am Mann ist, hakelt man eine ganze Weile herum, bis er sich gelöst hat. Vorteil: er sitzt äußerst fest an seinem Platz, produziert keine Knarzgeräusche und wird sich in der handytypischen Halbwertszeit von zwei Jahren auch nicht lockern.

Praxistest: Sony Ericsson W580i
Praxistest: Sony Ericsson W580i

Die Zifferntasten des Sliders lassen sich gut erreichen, fallen aber reichlich klein aus und weisen einen etwas zu festen Druckpunkt auf, um einhändig in Rekordgeschwindigkeit SMS tippen zu können. Die kleinen Abstandhalter zwischen den Tasten sind zwar eine optische Bereicherung, erweisen sich aber als unerfühlbar. Auf der Slideroberseite ordnet Sony Ericsson die bewährten Navigationsinstrumente an; neben einem metallisch glänzenden Navkey aus Kunststoff, unter dem sich der Monolautsprecher für die Musikwiedergabe verbirgt, zählen dazu zwei runde Bedienflächen für Softkeys, Löschen- und Zurück-Taste sowie ein Shortcut zum Walkman-Player und zum Neues-Menü, das kürzlich eingegangene SMS anzeigt oder eine rudimentäre Taskmanager-Funktion bereitstellt. Ebenfalls ziemlich klein geraten sind die am oberen Ende des Sliders angebrachte Wippe zur Regulierung der Systemlautstärke und der am Kopfende versenkte Powerknopf.

Ausstattung

Praxistest: Sony Ericsson W580i
Praxistest: Sony Ericsson W580i

Ein Sony Ericsson W580i kauft, wer unterwegs Musik hören möchte. Und das klappt mit dem günstigen Slider genauso gut wie mit einem Handy doppelter Preisklasse. Sony Ericsson installiert auf dem Gerät den mit netten Flash-Animationen unterlegten Walkman-Client der aktuellen Generation. Der wirkt aufgeräumt, stellt in der Titelübersicht aber nur maximal 6 Songs dar, was bei gut gefüllten Musikbibliotheken etwas unübersichtlich werden kann. Rechtlich nicht geschützte Musikdateien, beispielsweise von gerippten CDs werden anstandslos wiedergegeben, ganz gleich, ob sie im iTunes-typischen M4A-, in Microsofts WMA- oder im universellen MP3-Format vorliegen. Digitaler Rechteschutz gibt dem Handy allerdings Rätsel auf: ein Windows Media-kompatibler MTP-Modus bleibt dem Gerät vorenthalten. Schaltet man den Player in den Hintergrund, läuft die Musik weiter; der Homescreen informiert unabhängig vom gewählten Theme mit einem animierten Overlay über den aktuell laufenden Titel. Coverarts werden von Windows Media (nicht von der mitgelieferten Sony Ericsson PC Suite oder dem .NET-Programm Disc2Phone) aufs W580i übertragen und sowohl im aktiven Walkman-Modus als auch in der Musikbibliothek dargestellt, um die Suche nach einem Album zu vereinfachen.

Während die Musik läuft, unterhält ein flackerndes Lichterspiel die beiden Softkeys, synchronisiert seinen Blinkrhythmus aber nicht mit der Musik. Der unter dem Navkey verbaute Monolautsprecher erreicht eine beachtliche Lautstärke, klingt bei maximaler Aussteuerung aber ziemlich quakig. Besser gefiel uns das mitgelieferte InEar-Headset, das man über einen Fastport-zu-3,5mm-Klinkenadapter mit dem Handy verbindet und das so auch das integrierte RDS-fähige UKW-Radio zum Leben erweckt. Mit Hilfe der Musikdatenbank GraceNote und dem direkt im Radiomodus aktivierbaren Tool "TrackID" kann das W580i den Musiktitel des laufenden Radioprogramms mitschneiden und - wenn er nicht allzu exotisch bzw. neu ist - Titel, Interpret und Album benennen. Der logische nächste Schritt, diese Funktion mit einem entsprechenden Downloadportal zu versehen, ist Sony Ericsson (zumindest in Deutschland) noch nicht gelungen. Steckt man den mitgelieferten 512 MB großen M2-Stick ins Handy, findet man ab Werk auf dem W580i Platz für etwa 150 Musiktitel bei niedriger Bitrate; kompatibel ist dieses Modell zu Speicherkarten bis zu 2GB Kapazität.

Praxistest: Sony Ericsson W580i
Praxistest: Sony Ericsson W580i

Im W580i steckt ein Beschleunigungssensor, der auch die "Shake Control" betitelte Shuffle-Funktion des Walkman möglich macht. Drückt man bei laufendem Musikspieler die Walkman-Taste und schüttelt das Handy leicht, schaltet der Player in zufälliger Reihenfolge durch die aktuell laufende Titelliste. Das ist vor allem deswegen praktisch, weil man mit dem Navkey den Player nur steuern kann, wenn die Tastensperre deaktiviert und der Walkman-Modus aktiv ist. Weitere mehr oder weniger sinnvolle Bereicherung: das W580i verfügt über einen integrierten Schrittzähler und kann mit dessen Hilfe auch als praktischer Lauftrainer dienen. Nachdem man den gut funktionierenden Schrittzähler auf seine Körpergröße und Schrittweite kalibriert hat, misst er die zurückgelegte Distanz und Laufgeschwindigkeit seines Trägers. Wer jetzt noch seinen durchschnittlichen Kalorienverbrauch kennt, kann so relativ genau sein Lauftraining abstimmen. Kompatibel zu Pulsuhren oder ähnlichem Trainingszubehör ist das W580i in diesem Zusammenhang aber nicht. Vergraben im Dateimanager findet man darüber hinaus ein witziges Programm, das ausrechnet, wie lange man laufen müsste, um verschiedene Metropolen der Welt zu erreichen. Als Nebenwirkung stellt diese Applikation eine frei drehbare 3D-Weltkugel und einige geo- und demographische Statistiken zur Verfügung. Wieder fitnesslastiger fällt dagegen die Anwendung "Pocket Trainer" aus, die für die langfristige Nutzung des Schrittzählers Orden verleiht und allerlei Wissenswertes aus der Welt des Sports abfragt. Wer außer seinem täglichen Fitnessprogramm auch musikalisch aktiv ist, freut sich über eine neue Version von Music Mate, die Griffe für Gitarrenakkorde anzeigt und abspielt, Tonhöhen auf einer Klaviatur darstellt und einen simplen Drumcomputer bzw. ein Metronom simuliert.

Neben den spaßigen und alltagstauglichen Sport- und Musikfunktionen steckt noch eine Menge mehr oder weniger nützliche Hardware im W580i. Dazu zählt eine 2-Megapixelkamera, die Fotos auf einem gerade noch für Blogs erträglichen Qualitätsniveau schießt. Mit Hilfe des integrierten PhotoDJs lassen sich die gröbsten Abstriche aber wieder wettmachen - beispielsweise mit Hilfe des "Cartoon"-Filters, mit dem man recht effektvolle Hintergrundbilder und MMS zusammenzaubern kann. Wie die meisten aktuellen fotofähigen Handys von Sony Ericsson lassen sich die Knipsereien mit weniger als drei Klicks an ein anonymisiertes Blog des Google-Portals blogger.com senden und dessen Inhalt via PC dem persönlichen Account zuweisen.

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Die Ausstattung des W580i an PIM- und Messaging-Funktionen übersteigt seinen Lifestyle-Anspruch nicht. Neben mehreren Rufnummern, zwei Postadressen, Email- und Web-Adresse lässt sich auch der Geburtstag eines Kontakts eintragen und automatisch als Wiederholungstermin im Terminplaner verewigen. Der Abgleich von Daten erzwingt die Installation von Sony Ericssons PC Suite, die zu Outlook (Express) und Vistas Windows Mail kompatibel ist; Auch der drahtlose Permanentabgleich mit SyncML-fähigen Servern wird vom W580i unterstützt, Mac-User finden kostenlose iSync-Plugins im WWW. Als Verbindungsmöglichkeit zu PCs stehen ein mitgeliefertes USB-Kabel und Bluetooth zur Verfügung. Bei der Erkennung von Bluetooth-Headsets ist das Handy nicht wählerisch - und paart sich problemlos auch mit kabellosen A2DP-Kopfhörern. Im Test mit Samsungs SBH-100 war die Wiedergabe allerdings permanent mit leichten Aussetzern behaftet - eine Konsequenz aus der ausgesprochen wackeligen Bluetooth-Verbindung, die uns auch auf dem PC auffiel. Unterwegs geht das W580i maximal mit EDGE-Geschwindigkeit ins Netz - ein (X)HTML-fähiger Netfront-Browser gibt sein Bestes, um mit Hilfe von Smartfit- und Querformat-Darstellung und mehrstufigen Zoom-Funktionen ein ansprechendes Surf-Erlebnis bereitzustellen, wird von der 2,5G-Verbindung und dem relativ schwachbrüstigen Applikationsprozessor ausgebremst. Dafür erkennt er automatisch RSS-Feeds, die Webseiten publizieren und aktualisiert sie auf Wunsch automatisch im Nachrichtenmenü. Emails sendet und empfängt das W580i mit Hilfe der Technologien POP, IMAP und SMTP, auf Wunsch auch in kennwort- und SSL/TLS-gesicherten Modi.

Telefonfunktionen / Ausdauer

Praxistest: Sony Ericsson W580i
Praxistest: Sony Ericsson W580i

Animierte Vektorgrafik bestimmt schon seit langem die Menüführung von Sony Ericssons Handys. Wer einmal das Vergnügen hatte, mit diesem System in Berührung zu kommen, wird selten wieder ein Handy eines anderen Herstellers anfassen; dessen sind sich freilich alle Konkurrenten bewusst und bemühen sich redlich, die schwedisch-japanische Steilvorlage mit eigenen Ideen zu kompensieren. Auf dem W580i finden sich ab Werk 4 stimmungsvolle und farbenfrohe Menü-Themes, die von Farbklecksen bis zu Disco-Laserstrahlen reichen und gut zum Gesamtbild des Geräts passen. Jede Bewegung des Cursors im Menü wird durch ein leichtes Vibrieren unterlegt, was die Bedienung des Handys noch etwas eingängiger gestaltet. Trotz der auf den ersten Blick intuitiven Anordnung der Menüpunkte kann man sich auch auf dem W580i auf der Suche nach Spezialfunktionen manchmal verlaufen - die Werkzeuge des Alltags lassen sich aber auch ohne Lektüre des knapp 90 Seiten starken Handbuchs erreichen.

Nav- und Softkey sind aus jeder Bediensituation heraus gut erreichbar und werden vom einmaligen Zappelfeature Shake Control im Musikbereich unterstützt - einfacher kann man ein zeitgemäßes Walkman-Handy kaum bedienen. Dazu kommt eine anlernpflichtige Sprachwahl-Funktion, die in Verbindung mit einem Bluetooth- oder dem mitgelieferten Kabelheadset auch mit Sony Ericsson-typischen Sondermerkmalen wie einem Zauberwort zur Aktivierung der Spracherkennung aufwartet. Wer sein Handy häufig stummschaltet, kann ohne einen Blick aufs Display werfen zu müssen beim W580i erraten, wer gerade anruft: jedem Kontakt kann neben einem individuellen Klingelton und einem Anruferbild ein Lichteffekt zugewiesen werden.

Praxistest: Sony Ericsson W580i

Auf der Telefonseite leistet sich das günstige Walkman-Handy kaum Schwächen: die Empfangsanzeige wirkt zwar noch immer so nervös wie bei vielen Vorgängern, lässt einen aber auch bei Zellwechseln und schwächer abgedeckten Regionen nicht im Stich. Die Sprachqualität geht in Ordnung: unsere Gegenüber klangen knackiger als bei dumpfen Windows Mobile-Konkurrenten und heller als z.B. bei den stark rauschgefilterten Samsung-Handys. Dank einer Quadband-GSM-Antenne ist man mit dem W580i weltweit erreichbar. Sony Ericsson bescheinigt dem kleinen Walkman-Slider eine maximale Gesprächsausdauer von 9 Stunden - ein Wert, den wir trotz des 950mAh starken Akkus in der Praxis nie erreicht haben. Länger als drei Tage hält der Slider im Normalbetrieb in der Regel nicht durch. Wer zum Musikhören den Telefonteil abschaltet, kommt mit dem integrierten MP3-Player und dem mitgelieferten Kabelheadset auf über 24 Stunden Musikgenuss.

Fazit

Das W580i überzeugt mit einer überraschenden Vielfalt an Spezialfunktionen und einem bewährten Musikplayer, der auf dem eingängigen Bedien- und umfangreichen Funktionskonzept von Sonys Walkmännern beruht. Insbesondere der integrierte Bewegungssensor, der neben Trainingsfunktionen auch die Schüttelkontrolle des Musikplayers ermöglicht, macht das Handy zu einem einzigartigen Vertreter seiner Gattung. Der Straßenpreis um 250 Euro ist gerechtfertigt - 3G-Funk werden die wenigsten mobilen Musikliebhaber an dem schmalen Slider vermissen. Einzig und allein der störungsanfällige Bluetooth-Funk könnte manchem Fan von Drahtlosverbindungen den Spaß am W580i vergällen. Die einfache Materialwahl und die mittelmäßige Verarbeitung lassen sich angesichts der intuitiven Bedienung verschmerzen, die ausgesprochen detailschwache Kamera wiegt hingegen schwerer auf der Mängelliste. Wer sich ans Kopfhörerkabel gewöhnt hat, keinen einzigen mobilen Bookmark kennt und einen adäquaten Ersatz für seinen MP3-Player sucht, mit dem er auch noch telefonieren kann, ist mit dem Sony Ericsson W580i fraglos gut beraten.

Den ausführlichen Praxis-Test gibt es bei Areamobile

 

Kommentare

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hans - 20. 06. 2009 - 17:53 Uhr
Unregistriert

ich habs und es IS super :) MP3 funktioniert perfekt!! :D

 
NiTA - 01. 05. 2009 - 21:59 Uhr
Unregistriert

iCH FiNDE DiESES HANDY EiNFACH SUPER :) iCH WiLL ES KAUFEN :) iCH WOLLTE FRAGEN WiE ES MiT DER QUALiTÄT AUSSiEHT

 

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