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Praxistest: Nokia 5610 XpressMusic

 

Praxistest: Nokia 5610 XpressMusic

Datum:
17. 12. 2007
Redakteur:
Stefan Schomberg
 

Stylische Musikhandys gibt's viele, aber nur wenige stammen vom Marktführer. Erst mit der jüngsten Gerätegeneration verabschiedet sich Nokia von seiner altbackenen Kastenbausweise und probiert frische Farben und Formen aus. Einer dieser Vertreter ist das 5610 XpressMusic, das wir uns genauer angeschaut haben.

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Lieferumfang / Verarbeitung

Der Lieferumfang schlägt sich mit den Standards Ladegerät, DatenCD und natürlich Handbuch ganz gut. Allerdings hätte das Musikhandy hochwertige Kopfhörer durchaus verdient - das beiliegende Headset sollte man ganz schnell ersetzen. Dafür wartet eine 1 GB fassende microSD-Karte als freundliches Extra auf den Käufer.

Praxistest: Nokia 5610 XpressMusic
Praxistest: Nokia 5610 XpressMusic

Mit Maßen von 98,5x48,5x17 mm gehört das Schiebehandy zwar nicht gerade zu den kleinsten Vertretern seiner Art, doch die gelungenen Proportionen und die gebotenen Features lassen die Dimension und auch das Gewicht von wuchtigen 111 Gramm fast nebensächlich erscheinen. Das große 2,3 Zoll messende Display beherrscht die Frontseite, darunter kündigt der NavKey mit aufgedrucktem Play- und Pausesymbol bereits eine wesentliche Funktion des 5610 an: Musikgenuss. Die Seiten werden von edlen, rot elloxierten Aluminiumleisten bestimmt, die wunderbar mit dem Schwarz und Dunkelgrau des Restgehäuses harmonieren. Schiebt man das Handy auf, kommt die von einem ebenfalls roten metallimitierenden Plastikrahmen eingefasste Zifferntastatur zum Vorschein. In Kombination mit einem niedrigen Tastenhub und guten Druckpunkten lädt sie geradezu zum flinken Nachrichtentippen ein.

Auch der Schieberegler deutet darauf hin, dass es sich beim 5610 um einen Spross der XpressMusic-Reihe handelt, schließlich erlaubt er den Schnellzugriff auf sowohl Musikplayer als auch Radio. Was die Finnen mit dem 5610 XpressMusic beim Design richtig machen, schmeißen sie bei der Verarbeitungsqualität aber wieder über den Haufen. So sind große Abstände zwischen Sliderober- und Unterseite zu verzeichnen und der Mechanismus selbst wirkt etwas wackelig. Auch bei der Materialwahl macht Nokia zumindest nicht alles richtig. So besteht die Rückseite aus billigem Plastik, dass mehr schlecht als recht vom restlichen Gehäuse entfernt werden kann, um den Akku freizugeben.

Ausstattung

Praxistest: Nokia 5610 XpressMusic
Praxistest: Nokia 5610 XpressMusic

Das 5610 XpressMusic kann nicht nur Musik abspielen, sondern auch Fotos knipsen. Und das in ziemlich guter Qualität. Mit 3,2 Megapixeln, Makromodus und Autofokus samt Doppel-LED-Blitz steckt Nokias Schieber die meisten Musikhandys locker in die Tasche. Die geschossenen Bilder erstrecken sich über 2048x1536 Bildpunkte und überzeugen mit hohem Detailgrad, Bildschärfe sowie kaum wahrnehmbarem Pixelrauschen. Aufpassen muss man bei der Linsenabdeckung. Die zieht Verunreinigungen geradezu an und führt so zu partieller Bildunschärfe. Acht geben sollte man auch bei der Bildausleuchtung: generell sind die Ergebnisse in den automatischen Voreinstellungen immer etwas zu dunkel, Abhilfe schafft die eine oder andere der recht zahlreichen manuellen Einstellungsmöglichkeiten. Doch es müssen nicht immer Fotos sein, beim 5610 lohnt auch ein Wechsel in den Videomodus. In satten 640x480 Pixeln nimmt das Handy flüssig und qualitativ hochwertig Filme auf, die allerdings bisweilen wegen des fehlenden Bildstabilisators etwas wackelig werden; den Vergleich zu alten VHS-Kameras braucht das 5610 aber nicht zu scheuen.

Nun zum wichtigsten, der Musik. Die braucht erstmal Platz. Der interne Speicher fällt mit 20 MB gering aus und bleibt somit ausschließlich Nutzerdaten vorbehalten. Doch keine Angst, ab Werk weist der schwarzrote Musikslider eine 1 GB fassende microSD-Karte auf, die bei Bedarf sogar gegen Karten mit 4 GB ausgetauscht werden kann. Die Optik des Musikplayers ist etwas langweilig ausgefallen. Zwar gibt es insgesamt vier Playerskins, doch die unterscheiden sich hauptsächlich durch andere Hintergründe, die generelle Visualisierung bleibt immer gleich. Das haben wir selbst auf einer Stilblüte wie dem 7500 Prism schon weitaus hübscher gesehen. Das XpressMusic besinnt sich eher auf innere Werte. Mit MP3, AAC und WMA ist die Palette an abspielbaren Musikformaten weit gestreut, dabei stellen auch DRM-geschützte Dateien kein Problem dar. Wem die eigene Musik zu langweilig wird, der wechselt mittels Schieberegler zum RDS-fähigen Radio.

Praxistest: Nokia 5610 XpressMusic

Wie es sich für ein ordentliches Musikhandy gehört, sind automatische Wiedergabelisten mit an Bord. Und neben den zuletzt hinzugefügten, meist- und zuletzt gespielten Songs können nach Belieben eigene Listen erstellt und abgespeichert werden. Zusätzlich werden die Musikdateien natürlich nach Interpreten, Alben und Genres unterschieden. Doch wie klingt Musik eigentlich auf dem 5610? Nokia verspricht kristallklaren Sound bei längeren Wiedergabezeiten und beruft sich dabei auf einen speziellen Audiochip. Um es kurz zu machen: zumindest bei der Klangqualität übertreiben die Finnen nicht. Die ist nicht nur sehr klar, sondern auch in der Basswiedergabe beinahe mit dem tiefen MegaBass von Sony Ericssons Walkmännern vergleichbar. Sogar Passagen, die sonst nur von einem Subwoofer korrekt wieder gegeben werden, stellt das tapfere Schiebehandy dar. Lediglich bei höchster Lautstärke beginnen die mitgelieferten, schlecht sitzenden Kabelkopfhörer etwas zu klirren, sodass man mit Hilfe des eingebetteten 5-Band-Equalizers die Höhen etwas drosseln muss. Oder besser gleich auf ordentliche Kopfhörer umsteigt.

Praxistest: Nokia 5610 XpressMusic

Als Quadband-Handy sichert das 5610 weltweite Erreichbarkeit, dank UMTS ist man darüber hinaus relativ flink im Internet unterwegs, besonders gut natürlich auf angepassten Seiten. Zwar versteht sich der Browser von Nokia auch auf "echtes" HTML, der Nutzwert ist jedoch gering: für den Aufbau inhaltschwerer Seiten wie PCwelt.de genehmigte sich das Handy eine Auszeit von einer Minute. Schneller wird's, wenn man den bereits vorinstallierten Opera-Browser nutzt. Er bietet zwar keine erwähnenswerten Komfortfunktionen, auf ihm lassen sich aber auch große Seiten schnell darstellen. Lokal verbindet sich das 5610 XpressMusic entweder per Bluetooth oder USB. Dabei ist der Slider auf das beiliegende Datenkabel angewiesen, da der neue microUSB-Port am Handy schmaler und breiter als ein herkömmlicher miniUSB-Anschluss ist. Aber zum Glück geht's ja auch ohne Kabel. Das Bluetooth-Spektrum des 5610 ist erfreulich breit gestreut, neben A2DP für den Anschluss drahtloser Stereo-Kopfhörer wird sogar SAP unterstützt - per Kfz-Freisprecheinrichtung kann damit auf die Telefonkontakte zugegriffen werden.

Praxistest: Nokia 5610 XpressMusic

Dank S40-System hat Nokias Musikhandy in puncto PIM-Funktionen seine Hausaufgaben gemacht. So bietet die Monatsansicht des Kalenders naturgemäß eine gute Übersicht über die nächsten 35 Tage, die sich mit Terminen in fünf Kategorien beliebig befüllen lassen. Auch die Kontaktverwaltung ist gut für den Alltag gerüstet. Diverse Details von Adresse über Anruferbild und Kurznamen sowie Firma, Position oder Website lassen sich bequem verwalten und anzeigen. Auch Gruppen können definiert und wie Einzelkontakte mit Bild oder speziellen Ruftönen personalisiert werden. Alle Einträge lassen sich anschließend bequem mit Outlook abgleichen. Die Synchronisation über Nokias PC Suite ist ein Kinderspiel: einmal verbunden, genügt ein Klick aufs Systray-Icon, um Adressdaten, Lesezeichen oder Termine auszutauschen.

Auch das 5610 verfügt über diverse mehr oder weniger sinnvolle Unterstützungs- und Unterhaltungsprogramme. Zu letzteren gehören beispielsweise die vier vorinstallierten Spiele. Neben dem weit verbreiteten City Bloxx sind da noch ein recht träge reagierendes Snake 3(D), das von anderen aktuellen S40-Geräten hinlänglich bekannte MusicGuess und die ziemlich schnelle Autohatz Rally 3D zu nennen. Die Stunde der Wahrheit schlägt aber, wenn man Kishontis JBenchmark durchlaufen lässt. Der entlarvt das 5610 als vollkommen ungeeignet für grafisch anspruchsvolle Spiele.

Telefonfunktionen / Ausdauer

Praxistest: Nokia 5610 XpressMusic
Praxistest: Nokia 5610 XpressMusic

Bei normaler Nutzung fällt die schwache Prozessorleistung kaum auf. Multitasking ist kein Problem, auch bei laufendem Musikplayer ist störungsfreies Navigieren in den Menüs möglich. Die sind nett animiert und meist auch logisch und übersichtlich angeordnet, können aber die Perfektion aktueller Sony Ericsson-Modelle nicht ganz erreichen. Zur guten Übersicht trägt auch die Active Standby-Ansicht bei, die anstehende Termine anzeigt und Schnellzugriffe auf die wichtigsten Menüpunkte erlaubt - was dabei wichtig ist, kann vom Nutzer frei entschieden werden. Beim 5610 XpressMusic wurde zudem eine Suchleiste auf dem Startbildschirm verankert, mit der man schnell und ohne Umwege die Datenbanken von Yahoo oder Google ansteuern kann. Viel übersehen haben die Finnen beim roten Musikhandy in puncto Benutzerfreundlichkeit also nicht. Einen weiteren Teil zur Erleichterung des Handy-Alltags trägt auch die Sprachwahl bei. Die Namensfelder im Telefonbuch kann man sich vom 5610 vorlesen lassen. Wer vorher das Lernprogramm zur Spracherkennung absolviert hat, der kann diese Teilnehmer oder auch Profile per Sprachbefehl anrufen oder aktivieren. Besonders im Auto erleichtert das den Umgang mit dem finnischen Schiebehandy erheblich.

Praxistest: Nokia 5610 XpressMusic

Die Sprachqualität stellt einen der wenigen Kritikpunkte des 5610 XpressMusic dar. Zwar haben wir schon weit schlimmere Probanden vor uns gehabt, jedoch klingen Gesprächspartner generell dumpf. Durch die automatische Volumenanpassung werden Störgeräusche zwar gut gefiltert, allerdings auf Kosten der Höhen. Zusätzlich verzeichneten wir mitunter Gesprächsaussetzer. Offensichtlich hätte Nokia in die Antenne ruhig etwas mehr investieren dürfen, denn das 5610 verliert in schwächer abgedeckten Regionen schnell die Verbindung zur Außenwelt. Der Akku gibt demgegenüber keinen Grund zur Besorgnis. Die von Nokia angegebenen Gesprächszeiten von bis zu 6 Stunden und etwa 320 Stunden Standby erschienen uns annähernd realistisch. Selbst bei der hohen Beanspruchung im Testbetrieb musste das Finnenhandy mit 3-4 Tagen keinen verfrühten Boxenstop einlegen. Bei geringer Nutzung bietet es mit Ladezyklen von etwa 6-8 Tagen sogar sehr gute Werte.

Fazit

Musikplayer, Kamera und Design sollten im Mittelpunkt beim 5610 stehen. Das kommt mit wenigen Ausnahmen ziemlich perfekt hin. So schlägt sich der Musikplayer klanglich verdächtig gut, kann aber mit seiner tristen Oberfläche keine Kunstpreise gewinnen. Dafür überzeugt das Schiebehandy in einem anderen Berich vollständig: Mit Autofokus, Doppel-LED-Blitz und 3,2 Megapixeln brillieren die Ergebnisse der Kamera geradezu. Gekrönt wird das Ganze von der Möglichkeit, VGA-Videos aufzunehmen. Auch beim Thema Design setzt Nokia positive Akzente und entfernt sich einen großen Schritt weg vom bieder-klotzigen Image. Doch kein Lob ohne Tadel: Wieder einmal geben weder Verarbeitungsqualität noch Materialwahl insgesamt Grund zu blindem Jubel, auch wenn die Finnen schon schlimmere Rohkost geboten haben. Wenn sie jetzt noch Wert auf eine gute Sprach- und Empfangseinheit gelegt hätten, wäre das 5610 XpressMusic ein absoluter Hit geworden. So reicht es "nur" zu einem überzeugenden "gut".

Den ausführlichen Praxis-Test gibt es bei Areamobile

 

Kommentare

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Eilat Schoah cote Ezer rotapfel - 26. 04. 2010 - 17:48 Uhr
Unregistriert

haaay also ich habe das handy, und ich bin super zufrieden damit.... ein besseres handy gibt es für mich nicht

 
alex - 09. 02. 2009 - 17:10 Uhr
Unregistriert

i ho des handy es is voll geil

 

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