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Praxistest: Nokia 6220 classic

 

Praxistest: Nokia 6220 classic

Datum:
04. 09. 2008
Redakteur:
Stefan Schomberg
 

Nokias 6220 classic kann nicht nur viel, sondern ist auch klein, leicht - und vor allem günstig. Das klingt doch fast zu schön, um wahr zu sein. Also ein echter Kracher oder eine Mogelpackung? Wir haben genauer hingeschaut.

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Lieferumfang / Verarbeitung

Mit dem 6220 classic erreicht den Käufer ein rundes Gesamtpaket: Daten- und Ladekabel, Kabelheadset und 1 Gigabyte-microSD-Karte. Als Extra gibt’s obendrein ein Videokabel.

Praxistest: Nokia 6220 classic
Praxistest: Nokia 6220 classic

Das Barrenhandy misst trotz des großen Leistungsumfangs gerade einmal 108x47x15 Millimeter und wiegt nur 90 Gramm. Abgerundete Kanten auf der Rückseite sorgen dafür, dass der Winzling griffig in der Hand liegt. Das Gehäuse besteht zwar komplett aus Kunststoff, wirkt deswegen aber nicht billig, weil die Vorderseite von glänzendem Klavierlack überzogen wurde und gut verarbeitet ist. Die microSD-Karte erreicht man über einen seitlich angeordneten Kartenslot. Das Display mit einer Diagonale von 5,6 Zentimetern (2,2 Zoll) stellt die Nokia-typischen 16,7 Millionen Farben dar und löst 320x240 Pixel auf. Alle Inhalte werden nicht nur gestochen scharf und sehr hell dargestellt, sondern automatisch um 90 Grad gedreht, wenn man das Handy kippt.

Die Zifferntasten leiden darunter, dass sie geradezu auf einer Gummiauflage zu schwimmen scheinen. Die einzelnen Tasten liegen locker auf und neigen sich wie auf einem Kugelgelenk in alle Richtungen. Der Tastenhub wirkt dadurch schwammig, endet aber in einem knackigen Druckpunkt. Die Sondertasten rund um den NavKey fallen im Gegensatz zum Ziffernblock viel zu klein aus und lassen sich schlecht erfühlen. Auch der Navkey könnte besser konturiert sein. Da er ebenfalls über der Tastenmatte schwimmt, leidet er unter ähnlichen Problemen wie die übrige Tastatur.

Ausstattung

Praxistest: Nokia 6220 classic
Praxistest: Nokia 6220 classic

Mit fünf Megapixeln (2592x1944), Autofokus, Xenon-Blitz und Geotagging ist die Kamera des kompakten Smartphones top ausgestattet. Dank des orangenen Fotolichtes stellt der Autofokus Objekte auch in völliger Dunkelheit scharf, der sehr gute Xenon-Blitz erhellt die nahe Umgebung selbst in völliger Dunkelheit fast auf Tageslicht-Niveau. Farben und Kontraste werden sehr gut wiedergegeben, Bildrauschen ist kaum zu verzeichnen. Allerdings verschlechtert sich die Bildqualität bei Gegenlicht und starken Kontrasten rapide. Die Videofunktion geht bekannte Wege. Mit seiner VGA- Auflösung und flüssigen 30 Bildern pro Sekunde liefert das 6220 gute Ergebnisse, die man über den TV-Ausgang sogar auf dem Fernseher anschauen kann. Nach der Aufnahme können die Fotos oder Videos auch direkt ins Internet hochgeladen werden. Dafür bietet die Handy-Software Links zu OVI, Flickr oder Vox.

Praxistest: Nokia 6220 classic
Praxistest: Nokia 6220 classic

Der interne Speicher von 120 Megabyte reicht locker für Nutzerdaten und Zusatzprogramme. Fotos und Musikdateien gehören dagegen auf eine microSD-Karte. Songs lassen sich nach Alben und Genres filtern, Podcasts werden in einem Extraordner abgehandelt. Im Musikplayer warten Shuffle- und Repeatfunktion sowie ein frei einstellbarer Equalizer auf ihre Nutzung. Zusätzlich kann man den Klang mit einer zuschaltbaren Loudness- und Stereosimulation verändern. Die Maximallautstärke ist zwar nicht sehr hoch, die Klangqualität geht aber noch in Ordnung - wenn sie auch von Musikhandys wie etwa dem Sony Ericsson W890i weit entfernt ist. Das Radio gefällt dagegen: RDS für Senderinformationen und ein Senderspeicher für bis zu 50 Lieblingssender machen es zu einer interessanten Alternative zum MP3-Player. Der Kopfhöreranschluss hat leider nur einen Durchmesser von nur 2,5 Millimetern, Standardkopfhörer können also nicht einfach in das Handy gesteckt werden.

Praxistest: Nokia 6220 classic
Praxistest: Nokia 6220 classic

Das 6220 classic empfängt Daten in HSDPA-Geschwindigkeit mit bis zu 3,6 Megabyte pro Sekunde. WLAN wäre noch schneller, darauf muss man bei dem Mini-Smartphone allerdings verzichten. Der Browser ist nicht nur schnell beim Aufbau von Webseiten: egal ob 90-Grad-Drehung ins Querformat, Zoomen oder Scrollen, alles geschieht verzögerungs- und ruckelfrei. Der Assistent für die Einrichtung von Emailpostfächern ist genauso komfortabel, da man sich das mühsame Eintippen von Serverdaten sparen kann. Die Übersicht im Posteingang könnte aber besser sein, denn bei nur vier gleichzeitig darstellbaren Emails bilden sich schnell ellenlange Listen.

Bluetooth verbindet das 6220 classic mit dem PC, mit kabellosen Stereokopfhörern oder der Freisprechanlage im Auto. Das USB-Kabel kommt vor allem zum Einsatz, wenn es um größere Datenmengen geht. Eine ganze Musiksammlung inklusive Cover Arts wechselt in wenigen Minuten auf das Handy über, pro Lied vergehen nur etwa drei Sekunden.

Im Zusammenspiel mit den Mobilfunkzellen findet der AGPS-Chip nach wenigen Sekunden eine Verbindung zu den Satteliten. Auf dem 6220 classic läuft Nokias neue Maps-Version 2.0. Sie bietet unter anderem eine Sattelitensicht und einen Fußgängermodus und natürlich die sprachgeführte Routenführung. Für letzteres fallen allerddings Kosten an, 6220-Käufer erhalten aber eine dreimonatige Testlizenz und können sich ein gutes Bild davon machen, wie sich das 6220 als vollwertiges Navi schlägt. Die Routenführung ist präzise, Sprachansagen kommen klar, deutlich, laut und vor allem ausreichend früh. Dank der großen - über das Mobilfunknetz aktualisierbaren - Auswahl an POIs lassen sich auch Hotels oder Supermärkte schnell finden.

Telefonfunktionen / Ausdauer

Praxistest: Nokia 6220 classic
Praxistest: Nokia 6220 classic

Das 6220 kommt mit der S60 3rd Edition, Feature Pack 2. Das Betriebssystem wurde nicht nur grafisch überarbeitet, sondern auch technisch verbessert. Trotz kleiner Effekte wie dem schnellen Ein-und Ausfaden beim Wechsel der Menüs reagiert das 6220 flüssig, selbst mehrere gleichzeitig geöffnete Programme sorgen nicht für ein spürbar verschlechtertes Ansprechverhalten des Handys. Trotz einiger grafischer Effekte hat Nokia die Systemoberfläche sehr zurückhaltend gestaltet. Die installierten Themes und Wallpaper sehen schlichtweg langweilig aus, nur das "Mountain" getaufte Thema bietet alpine Abwechslung. Da das S60-Betriebssystem erweiterbar ist, lassen sich viele neue Programme, Hintergrundbilder oder sonstige Software-Gimmicks aber problemlos aufspielen. Mit angeschlossenem Headset funktioniert die Sprachwahl sehr gut und erlaubt nahezu die komplette Steuerung des Handys. Mails werden auf Befehl sogar gut verständlich vorgelesen.

Gesprächspartner sind gut und deutlich verständlich und Gespräche können dank der guten Geräuschfilterung und Lautstärke auch in lauterer Umgebung geführt werden. Die Empfangsqualität liegt leicht über dem Durchschnitt und kann sich sehen lassen. Mit gerade mal 900 Milliamphere ist der Akku hingegen zu schwach ausgefallen. Selbst bei wenig Nutzung kommt das Smartphone nicht mehr als zwei bis drei Tage ohne Strom aus.

Fazit

Alles drin, alles dran, alles schick? Fast. Das 6220 classic bietet mit HSDPA, GPS, 5-Megapixelkamera mit Xenonblitz und Geotagging ein sehr gutes Ausstattungspaket. Dabei ist das Handy äußerst kompakt gebaut und wiegt nur 90 Gramm. Das Display könnte ruhig etwas größer sein. Schade auch, dass WLAN fehlt. Schlimmer ist allerdings die schlechte Tastatur, die fast schon zu Fingerkrämpfen führt. Zusätzlich kann die Kamera nicht halten, was ihre technischen Daten versprechen, denn an starken Helligkeitskontrasten verzweifelt sie schlichtweg. Der Rest überzeugt auch eingefleischte Fans der NSeries. Besonders beim Blick auf den Preis von aktuell knapp unter 300 Euro dürfte so mancher N95-Besitzer feuchte Augen bekommen. Unter dem Strich bleibt ein gutes Smartphone mit einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis.

Den ausführlichen Praxis-Test gibt es bei Areamobile

 

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